Wirtschaft

03.06.2011

Wasserkraft nutzen

Mit Schachtkraftwerken Strom erzeugen

Auf Initiative von Johannes Hintersberger, Sprecher der Projektgruppe Umwelttechnologien der CSU-Landtagsfraktion, kam der Inhaber des Lehrstuhls für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der TU München, Peter Rutschmann, ins Lechmuseum Langweid, wo er seine Konzeption der ökologischen Schachtkraftwerke knapp hundert interessierten Besuchern vorstellte.
Diese naturnahe Wasserkrafttechnik hat Rutschmann in der Versuchsanstalt der TU München in Obernach am Walchensee erfolgreich entwickelt und umgesetzt. Sie zeichnet sich besonders aus durch ökologische Verträglichkeit und der Chance, sie an vielen Standorten, selbst bei niedrigen Fallhöhen, einzusetzen. Im Vergleich zu herkömmlichen Wasserkraftwerken ist diese neue Entwicklung Geröll- und Geschiebedurchlässig. Auch eine gefahrlose Abwanderung der Fische wird gewährleistet. Da die Schachtwasserkraftwerke komplett unter Wasser eingesetzt werden, ist auch kein Aufstau nötig.
„In Bayern existieren über 30 000 Querbauwerke, von denen viele für unser Schachtkonzept genützt und gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie fisch- und gerölldurchlässig gestaltet werden könnten. Gleichzeitig kann regenerative Energie gewonnen werden“, so Rutschmann.
Landtagsabgeordneter Hintersberger, der sich seit Langem für innovative umwelttechnologische Entwicklungen einsetzt, hat sich in den vergangenen Wochen in den Diskussionen um das Energiekonzept für die ökologische Wasserkraftnutzung stark gemacht.
Er fordert, dass die Potenziale der Wasserkraft für die Energiegewinnung besser ausgeschöpft werden sollen: „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um unser Energiekonzept müssen wir verstärkt auf Wasserkraft als regenerative, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Energieform setzen. Zur Erreichung unserer Klimaschutzziele sehe ich die Wasserkraft als einen wichtigen Baustein für eine saubere, CO2- freie Form der Energiegewinnung.“
„Die neuen Technologien wie zum Beispiel das Schachtkraftwerk oder das Laufwasserkraftwerk gewährleisten, die grundlastfähige regenerative Energie der Wasserkraft naturnah wie auch natur- und landschaftsschützend zu nutzen“, betonte Hintersberger. Damit brächten die innovativen Entwicklungen des „bayerischen Wasserbaupapstes Rutschmann“ auch wichtige wirtschaftliche Entwicklungsimpulse für Bayerns Umwelttechnikunternehmen.
Auch Landrat Hermann Steinmaßl (CSU) will nach Informationen der Staatszeitung in seinem Landkreis Traunstein die Potenziale für eine intensivere Wasserkraftnutzung der Salzach untersuchen lassen. Wasserkraft sei von der Bevölkerung akzeptiert, Windkraftanlagen hingegen kaum. Außerdem würde Wasserkraft zu einer konstanten Stromerzeugung beitragen. (BSZ/RS)

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