Wirtschaft

05.01.2012

Weitere Eintrübung der Weltwirtschaft

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Für viele Investoren war das vergangene Jahr von Angst geprägt. Eine Reihe von Schocks erschütterten das Vertrauen der Anleger. Die Palette reichte dabei vom Tsunami in Japan über den Zustand der Staatsfinanzen dies und jenseits des Atlantiks bis hin zur Befürchtung einer erneuten Rezession der Weltwirtschaft. Vor allem aber die Sorge über ein Auseinanderbrechen der Eurozone trieb die Anleger scharenweise aus den risikobehafteten Anlageklassen hinein in (scheinbar) sichere Staatsanleihen. Auch wenn sich zum Jahresende 2011 die Kurse an den Aktienmärkten weltweit von ihren zuvor gesehenen Tiefständen erholen konnten, stellt das unsichere Umfeld kein allzu gutes Omen für die Finanzmärkte im neuen Jahr dar.

 

In der ersten Jahreshälfte ist mit einer weiteren Eintrübung der Weltwirtschaft zu rechnen, wobei innerhalb der Eurozone von einer Rezession und einem deutlich schwächeren Wachstum der bislang boomenden Schwellenländer auszugehen ist. Allerdings, und dies ist der Hoffnungsschimmer, dürfte dieses Szenario bereits in den Aktienkursen eingepreist sein. Dennoch bleibt ein Restrisiko bestehen, sollte es Europa nicht gelingen, den Teufelskreis aus labilen Finanzmärkten und einer schwachen Realwirtschaft zu durchbrechen.

 

Daher halten wir 2012 für ein Schlüsseljahr. Nur wenn es der Politik gelingt, glaubhafte Lösungen für die Schuldenkrise aufzuzeigen und damit die Währungsunion gleichzeitig zu stabilisieren, werden die Marktteilnehmer wieder zuversichtlicher. Dieser Prozess wird jedoch längere Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin sollten konservative Anleger zunächst darauf bedacht sein, ihr Kapital zu schützen und weniger auf die kurzfristige Wertentwicklung zu achten. Gelingt es, die auf den Weg gebrachte Fiskalunion mit Leben zu füllen, ist der Zeitpunkt für risikobehaftete Wertpapiere gekommen.

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