Wirtschaft

Justiz- und Verbraucherschutzministerin Beate Merk und Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger (beide CSU), der auch Bayerns Städtetagspräsident ist, stellen in Regensburg eine der Informationsstelen für das Verbraucherportal VIS Bayern auf. (Foto Stadt Regensburg, Ferstl)

05.11.2010

Wie man Kundenfallen vermeidet

Bayerns Justizministerium wirbt für sein Verbraucherportal

Wenn man aus dem Internet schnell mal ein Kochrezept herunterladen will, hat man mitunter mindestens genauso schnell eine Rechnung über ein Abonnement für diverse Kochrezepte auf dem Tisch. Um aus derartigen Abofallen wieder herauszukommen, kann man unter www.vis.bayern.de, dem bayerischen Verbraucherinformationssystem, auf Musterschreiben zurückgreifen.
„Ein Bekannter von mir hat das so gemacht und nie wieder etwas von dem ominösen Rechnungssteller gehört“, sagt Thomas Dickert, Ministerialdirigent aus dem bayerischen Justiz- und Verbraucherschutzministerium. Damit die praktischen Hilfen, die das bayerische Verbraucherschutzportal bietet, noch bekannter werden, gehen jetzt sieben interaktive Informationsstelen auf Reisen. In allen Regierungsbezirken sollen möglichst viele Bürger die Stelen kennenlernen, um auf www.vis.bayern.de aufmerksam zu werden.
Wirtschaftliche Realität ist komplex und schnelllebig
„Es genügt längst nicht mehr, sich an jemanden seines Vertrauens zu wenden. Es genügen längst nicht mehr die Auskünfte der Verkäufer, Berater, Vermittler oder die Erfahrungen aus dem Verwandten oder Bekanntenkreis. Die wirtschaftliche Realität in Deutschland ist viel zu komplex und auch zu schnelllebig, als dass der einzelne sich überall mühelos zurechtfinden könnte“, betont Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin Beate Merk (CSU). Ihrer Ansicht nach brauchen die Bürger neutrale und verlässliche Informationen. „Dafür steht seit neun Jahren das Verbraucherportal VIS Bayern.“
VIS Bayern soll jetzt den Menschen im Freistaat über die Stelen in Behörden, Landratsämtern, Rathäusern und über Landtagsabgeordnete (egal welcher Partei) in ihren Stimmkreisen näher gebracht werden. Für sechs bis acht Wochen können die elektronischen Displays vor Ort bleiben, bevor sie „weiterreisen“, erklärt Elisabeth Baade vom bayerischen Justiz- und Verbraucherschutzministerium. Die Stelen sollen für mehr Verbraucherwissen, Alltagskompetenz, höheren Schutz vor Abzocke, Gaunereien und Betrug sorgen sowie Hilfestellung geben bei Fragen, die jeden Bürger im Leben einmal betreffen können, so die Justiz- und Verbraucherschutzministerin.
Im VIS Bayern gibt es neben Musterschreiben zahlreiche praktische Tipps, aktuelle Meldungen und rund 630 Artikel zu den Themen Ernährung und Lebensmittelsicherheit, Produktsicherheit, Verbraucherrecht, Finanzen und Versicherungen, Daten und Medien. Für Kinder und Jugendliche sowie die Generation 60 plus ist eine extra Rubrik eingerichtet. Wer will, kann mit den Autoren Kontakt aufnehmen und ihnen Fragen stellen bzw. Anregungen geben. Außerdem kann jeder Nutzer sich an einer interaktiven Verbraucherbefragung beteiligen, die alle paar Wochen wechselt.
Dass man sich als Verbraucher voll und ganz auf die Inhalte von VIS Bayern verlassen kann, wird auch von unabhängiger Seite bestätigt. So hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin im Juni dieses Jahres das bayerische Informationssystem als einzigartig in Deutschland und damit vorbildhaft herausgestellt.
(Ralph Schweinfurth)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 48 (2016)

Soll die Meisterpflicht wieder eingeführt werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 2. Dezember 2016 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Hans Michelbach, MdB und Vorsitzender der CSU-Mittelstands-Union

(JA)


Jonas Kuckuk, Vorstand im Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker, BUH e.V.

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2016

Nächster Erscheinungstermin:
25. November 2016

Weitere Infos unter Tel. 089/290142-65 oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download (PDF, 27 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen
Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.