Wirtschaft

Hans-Peter Klös, Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln, sorgte für die nötigen Fakten zum Thema Zeitarbeit. (Foto: Schweinfurth)

18.10.2013

Zeitarbeit ist unverzichtbar

Kongress der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in Nürnberg

Zeitarbeit und Werkverträge sind in Deutschland absolut in Verruf geraten. Man nehme nur das Beispiel einiger Schlachthöfe im Westen der Republik, die die Stammbelegschaft aus Kostengründen gegen billige Arbeitskräfte aus Polen ersetzt haben. Doch das Agieren dieser „schwarzen Schafe“ kann nicht dieses wichtige arbeitsmarktpolitische Instrument kaputtmachen. Denn Zeitarbeit und Werkverträge sind für die Unternehmen unerlässlich, um bei volatiler wirtschaftlicher Lage, hohem Kosten- und Wettbewerbsdruck sowie komplexen arbeitsteiligen Wertschöpfungsketten in ihrem Kerngeschäft erfolgreich zu sein.
Dies war einhelliger Tenor des „Deutschland hat Zukunft“-Kongresses „Werkvertäge und Zeitarbeit – unverzichtbare Instrumente“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in Nürnberg. „In der modernen industriellen Produktion sichern Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit, indem sie sich spezialisieren. Dazu gehört auch, Arbeiten durch Werkverträge an externe Spezialisten zu vergeben“, illustrierte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Denn auf diese Weise könnten sich die Firmen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. „Das schafft Wohlstand und Arbeitsplätze“, betonte er.
Während in der öffentlichen Wahrnehmung Zeitarbeit und Werkverträge den deutschen Arbeitsmarkt dominierten, sieht die Realität hierzulande doch ganz anders aus. Das zeigte Hans-Peter Klös, Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln (IW Köln). So lag der Anteil der Zeitarbeitnehmer in Deutschland im Jahr 2011 gerade einmal bei 2 Prozent, gemessen an der Zahl aller Erwerbstätigen. Am höchsten war sie in Großbritannien mit 3,6 Prozent, gefolgt von den Niederlanden mit 2,6 Prozent, Irland mit 2,5 Prozent und Frankreich mit 2,2 Prozent. Gleichauf mit Deutschland lag Belgien. Klös berief sich hierbei auf eine Analyse des aktuellen Ciett Enonomic Report...(Ralph Schweinfurth)

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 18. Oktober 2013.

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