Wirtschaft

01.07.2011

Ziel: Weltnaturerbe trotz Holznutzung im Steigerwald

Bambergs Landrat Günther Denzler (CSU) und seine Mitstreiter geben nicht auf. Sie wollen den Steigerwald als Weltnaturerbe sehen. Dass die Unesco jetzt in vier Bundesländern einzigartige Buchenwälder als universelles Erbe der Menschheit ausgezeichnet hat, beflügelt Denzler. „Ich bin froh über die Auszeichnung, denn das bringt auch bei uns Dynamik in den Prozess“, sagt er zur BSZ.
Gemeinsam mit dem bayerischen Landwirtschaftsministerium und dem Umweltministerium will er nun die Buchen im Steigerwald innerhalb von zwei Jahren bei der Unesco „nachmelden“. Dieses Zeitfenster hätte man ihm signalisiert. Dann könnte der Wald zwischen Würzburg und Bamberg vielleicht doch noch Weltnaturerbe werden und sich in die Liste der jetzt ausgezeichneten einreihen (Buchenwald Grumsin in Brandenburg, Nationalpark Hainich in Thüringen, Nationalpark Kellerwald-Edersee in Hessen, Nationalpark Jasmund und Serrahner Buchenwald im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern).
Seit Jahren gibt es im Landkreis Bamberg Auseinandersetzungen über den Steigerwald. Die einen wollen die dortigen Buchen schützen, die anderen den Wald wirtschaftlich nutzen. „Bisher dachten wir, wir brauchen den Status eines Nationalparks, um den Steigerwald zum Weltnaturerbe zu machen. Doch ein Waldschutzgebiet reicht nach neuesten Erkenntnissen aus“, so Denzler. Das bringe Entspannung in die Angelegenheit, denn ein Schutzgebiet lasse nachhaltige Waldbewirtschaftung zu. „Und das leistet der Forstbetrieb Ebrach schon seit Jahren vorbildlich“, erklärt der Landrat. Alle Gemeinden im Landkreis Bamberg seien für so ein Schutzgebiet. Jetzt müssten nur noch die Nachbarn im Landkreis Haßberge zustimmen, auf deren Gebiet die andere Hälfte des Steigerwaldes liegt. (rs)

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