Bauen

Der Erweiterungsbau, im Hintergrund ist das Haupthaus inklusive Sitzungssaal zu sehen. Foto: (Lena Pfister)

02.08.2019

Der Vorbildfunktion verpflichtet

Landratsamt Bad Kissingen: Das Haupthaus wurde energieeffizient auf den neuesten Stand gebracht und erhielt einen Erweiterungsbau

Als der letzte Karton ausgepackt war, die Technik lief und sich schließlich der Haupteingang öffnete, war es vollbracht: Die Generalsanierung des Haupthauses und der Neubau am Eisenstädter Platz in Bad Kissingen waren abgeschlossen, ein Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts war wieder zentral untergebracht. Die Doppel-Baumaßnahme war abgeschlossen.  

Um die neuen Räumlichkeiten angemessen einzuweihen, fand Anfang Juli ein feierlicher Festakt statt. Landrat Thomas Bold zeigte sich in seiner Ansprache sichtlich zufrieden mit der Baumaßnahme und betonte: „Wenn eine Behörde baut, hat sie einen besonderen städtebaulichen Gestaltungsauftrag, den sie im Rahmen ihrer Vorbildfunktion erfüllen muss. Bei der Erweiterung und Sanierung des Landratsamts haben wir diesen Auftrag zur positiven Mitgestaltung und Verschönerung der Bad Kissinger Innenstadt auf jeden Fall mehr als erfüllt.“

Maßstäbe gesetzt

Ehrengast und Festredner war Innenminister Joachim Herrmann, der das komplett sanierte Haupthaus und den Erweiterungsbau als eine „moderne Arbeitsstätte und einen Ausdruck von Bürgerservice“ bezeichnete. „Durch sein Erscheinungsbild und seine Energieeffizienz setzt das neue Gebäude geradezu Maßstäbe“, lobte Herrmann.

Auch die Bürger/innen hatten Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür stellte das Landratsamt sein breites Leistungsspektrum dar und stand mit zahlreichen Ansprechpartnern zum Austausch zur Verfügung. Daneben gab es natürlich auch ein Unterhaltungsprogramm mit Livemusik, Kinderprogramm, Essen und Getränken.

Grund für die energetische und damit verbundene Generalsanierung des Haupthauses war schlicht dessen Alter gewesen. Der Bau stammt aus den 1960er-Jahren und bedurfte einer Generalüberholung. „Daneben war seit Längerem klar, dass das Landratsamt mehr Platz braucht – unsere Aufgabenpalette war gewachsen und somit auch das Personal. Nachdem wir am Hauptgebäude bereits angebaut und dieses aufgestockt hatten, war ein Erweiterungsbau die logische Schlussfolgerung“, so Landrat Thomas Bold.

Zimmer wirken größer    

Gesagt, vom zuständigen Gremium beschlossen, getan: Anfang 2018 begannen die Bauarbeiten am Hauptgebäude. Im gesamten Haus wurden Fenster, Türen und die Außendämmung erneuert, eine neue Heizung installiert sowie neue Versorgungsleitungen (Wasser, Strom, IT) verlegt. Auch die Sanitäranlagen wurden erneuert. Alte Einbauschränke und Waschbecken in den Büros wurden entfernt, sodass die Zimmer nun heller und größer wirken und eine angenehme Atmosphäre für konzentriertes Arbeiten bieten.

Ein besonderes Highlight ist das neu gestaltete Servicecenter im Haupthaus, das nun direkt am Haupteingang verortet ist und auch während der Mittagszeit geöffnet hat.

Nebenan, am Eisenstädter Platz, ging es bereits im Frühjahr 2017 los. Etwa ein Jahr später konnte auch schon das Richtfest gefeiert werden. Bei der Planung des Gebäudes wurde Wert darauf gelegt, dass es sich in das Stadtbild einfügt und nicht als störend empfunden wird, wobei es – auch bedingt durch die Sichtbetonbauweise – modern und zeitgemäß aussieht.

Das Gebäude ist drei- beziehungsweise vierstöckig und bietet Platz für rund 60 Mitarbeiter. Im Erdgeschoss gibt es neben Büros einen größeren Raum, der auch für Sitzungen oder andere Veranstaltungen genutzt wird. Die weiteren Stockwerke beherbergen ebenso Büroräume.

Verbunden ist der Neubau mit dem Hauptgebäude in Ebene +1 mithilfe eines Übergangs, der „Brücke“. Die Stockwerke bieten insgesamt eine Fläche von 400 Quadratmetern – verbunden durch ein zentrales Treppenhaus inklusive Aufzug in der Mitte des Gebäudes. Durch den Abschluss der Baumaßnahmen und den Rück-Umzug hat sich einiges geändert – auch die Benennung der Gebäude, die nun mit Bauteil A bis E betitelt sind. Zusätzlich wurde ein häuserübergreifendes Leitsystem eingeführt, sodass die Bürger/innen schnell den Fachbereich finden, den sie suchen.

Beide Projekte konnten im Zeitplan und im Kostenrahmen fertiggestellt werden. Die Kosten für die Arbeiten am Haupthaus (Energetische Sanierung und Generalsanierung) belaufen sich auf sechs Millionen Euro, davon gefördert werden 2,25 Millionen Euro. Die Kosten für den Erweiterungsbau betragen 7,8 Millionen Euro. (Lena Pfister)

Abbildung: Das Glasdach, das den Lichthof im Haupthaus überspannt (oben), wurde mit einem Sonnenschutz versehen. (Foto: Gerryland)

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