Reisen

Das Wahrzeichen von Florenz, der Dom. (Foto: Gabei Dräger)

11.10.2018

Italiens Kulturzentrum

Florenz: Die Stadt der Medici strotzt vor einzigartigen Bauwerken und Kunstschätzen

Florenz, die Stadt mit ihren einzigartigen Bauwerken und ihren Kunstschätzen wird zu Recht als das Kulturzentrum Italiens bezeichnet. Mit der Familie der Medici kam im 15. Jahrhundert nicht nur die Familie, sondern auch die Stadt Florenz zu Macht und Reichtum. Die Medici waren 300 Jahre lang Kaufleute, machthungrige Bankiers, skrupellose Politiker, aber auch bedeutende Kunstmäzene. Sie förderten berühmte Künstler und ließen grandiose Bauwerke errichten. Im 15. Jahrhundert wurden die meisten Paläste in Florenz gebaut. 1982 erklärte die UNESCO die Altstadt von Florenz mit ihren einzigartigen Baudenkmälern aus Gotik und Renaissance zum Weltkulturerbe. Nach dem Aussterben der Medici übernahmen die Habsburger die Herrschaft.

Wenn man am Neuen Markt, am Brunnen mit der Wildschweinstatue aus dem 17. Jahrhundert, eine Münze auf die glänzende Schnauze legt, diese runterfällt und ins Gitter rollt, dann hat man Glück, dann kommt man wieder nach Florenz. Es reicht aber auch wenn man an der glänzenden Schnauze reibt. An einem Verkaufsstand wird Trippa, das sind in Streifen geschnittene Kutteln in einer Semmel, angeboten. Trippa ist eine kleine Zwischenmahlzeit der traditionellen florentinischen Küche.

Die Ponte Vecchio ist noch die einzig erhaltene Brücke über den Arno aus dem 14. Jahrhundert. Hier drängeln sich die Touristen um Selfies zu schießen. Auf der Brücke bieten Juweliere ihren Schmuck an. Früher hatten hier Metzger ihre Geschäfte, das wurde verboten, weil sie ihre Abfälle einfach in den Arno geworfen haben und so den Fluss verdreckten, der dann unangenehm roch.

Das einstige Büro- und Amtsgebäude der „Galleria degli Uffizi“ beherbergt die größte Gemäldesammlung Italiens. Meisterwerke in der Sammlung sind die „Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli, „Die Anbetung der Könige“ von Leonardo und „Bacchus“ von Caravaggio, „Venus von Urbino“ von Tizian und „Madonna del Cardelino“ von Raffael. Man sollte unbedingt Eintrittskarten unter www.firenzemusei.it vorbestellen, denn die Warteschlangen sind elendig lang.

Vor dem Rathaus, dem Palazzo Vecchio, an der Piazza della Signoria steht eine Kopie von Michelangelos berühmtem David. Diese David-Kopie ist eine Hauptattraktion von Florenz, hier trifft man Touristen aus der ganzen Welt. Unverdrossene Radfahrer schlängeln sich noch durch die Menge und Sightseeing-Gruppen machen sich den Platz streitig. Neben David steht Herkules von Baccio Bandinelli, der die Stärke von Florenz repräsentiert. Der original-David steht in der Galleria dell’Accademia.

David und Herkules
vor dem Rathaus

Man kommt um die Ecke und ist überwältigt von der Pracht und Größe des Doms „Santa Maria del Fiore“. Es ist nicht möglich den Dom mit seiner roten Kuppel, dem Kampanile und der Taufkirche auf ein Foto zu bannen. Die rote Kuppel ist die erste selbsttragende Kuppel in dieser Größe und gleichzeitig das Wahrzeichen von Florenz. Die Fassade des Doms ist ein Meisterwerk, das im 13. Jahrhundert begonnen wurde. Gleich daneben stehen Kampanile und Taufkirche, die um 1000 gebaut wurde. Im Innenraum des Doms überwältigt die Größe von 153 Meter Länge und 38 Meter Breite sowie das goldene Kuppelmosaik mit Christus als Weltherrscher.
Florenz bietet nicht nur Gotik und Renaissance, sondern auch Lifestyle mit Mode und den Köstlichkeiten der toskanischen Küche. Edelmarken wie Armani, Dolce & Gabbana, Gucci, Prada, Louis Vuitton und Valentino findet man auf und um die Via de’ Tornabuoni herum.

Die weltlichen Genüsse kommen in Florenz ebenfalls nicht zu kurz. In der Markthalle wird alles angeboten, was in der Toskana produziert wird. Im ersten Stock kann man gleich die verschiedenen Gerichte der toskanischen Küche probieren. Man holt sie sich an einem der Stände. Pizza, Pasta, Salate, Käse, Kuchen sowie Getränke und setzt sich an die Tische und Stühle in der Mitte. Die Mediterrane Küche mit Olivenöl, Tomaten, Fisch, Pasta und Gemüse ist gesund und zudem noch Weltkulturerbe. Noch ein Tipp: Das Kaufhaus Rinascente hat auf dem Dach ein Café mit einem Panorama über die Altstadt. (Gabi Dräger)

(David - links - und Herkules - Foto: Gabi Dräger)

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