Kommunales

12.04.2019

Wenn Radeln zur Hölle wird

Hof ist die radlerfeindlichste Stadt Deutschlands - bei einer Umfrage des ADFC bekommen aber auch viele andere bayerische Kommunen miese Noten

Der Hofer Bürgermeister Harald Fichtner war zwar enttäuscht, aber nicht vollends überrascht über das Ergebnis der Umfrage des ADFC. Der Fahrradclub hat Fahrradfahrer in fast 700 Städten befragt, wie zufrieden sie mit ihrer Stadt aus Radler-Sicht sind. Und der Umfrage zufolge ist die oberfränkische Stadt die fahrradunfreundlichste der Republik. „Das überrascht mich in der Deutlichkeit schon“, so Fichtner.

Doch Hof ist in guter Gesellschaft: So bekam München gerade einmal die note „ausreichend“. Und auch anderswo im Freistaat sind viele Radfahrer unzufrieden – vor allem die Sicherheit sehen sie kritisch.

Lediglich Erlangen schaffte es beim aktuellen Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in die bundesweite Spitzengruppe, wie der ADFC-Landesverband am Dienstag in München mitteilte. Insgesamt aber habe sich Bayern nicht weiterentwickelt. Die Zufriedenheit der Radler sei weiter gesunken. „Im Regelfall reicht es nur für eine befriedigende oder gar ausreichende Bewertung – vor allem in puncto Sicherheit“, sagte die Landeschefin Bernadette Felsch. Bei der bundesweiten Online-Umfrage hatten vergangenen Herbst allein mehr als 19 000 Menschen aus dem Freistaat mitgemacht und die Fahrradfreundlichkeit ihrer jeweiligen Städte und Gemeinden bewertet.


Bremen, Hannover und Leipzig sind laut der Umfrage die fahrradfreundlichsten deutschen Städte mit mehr als 500 000 Einwohnern. Das Sicherheitsgefühl und die Freude am Radfahren seien aber bundesweit zurückgegangen, heißt es beim ADFC.


Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den Radverkehr nun mit gesetzlichen Änderungen attraktiver machen. Er will bis Pfingsten Vorschläge für eine Novelle der Straßenverkehrsordnung machen.

Für das Stimmungsbarometer des ADFC wurde etwa gefragt, ob Radfahren Spaß macht oder eher Stress bedeutet und wie sicher sich Radler fühlen. Viele Trends wertet der ADFC als ernüchternd. So gehe die Zufriedenheit beim Radfahren zurück: Mit der Schulnote 3,9 war der Wert schlechter als in den Jahren 2014 (3,7) und 2016 (3,8). Das Sicherheitsgefühl fiel auf die Note 4,2 zurück. Zwei Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 3,9. Selbst die Sieger erhielten von Radfahrern keine besseren Gesamtnoten als eine Drei. (till/dpa)

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