Kultur

Blick in die „Ebracher Kapelle“, in der auch Arbeiten von Ignaz Günther ausgestellt sind. (Foto: Janssen/GNM)

26.03.2010

Eine große Wunderkammer

Im wieder eröffneten Galeriebau präsentiert das Germanische Nationalmuseum die deutsche Kunst in einzigartiger Weise in ihrem kulturgeschichtlichen Zusammenhang

Der leere Rahmen eines Altaraufsatzes empfängt den Besucher im wieder eröffneten Galeriebau des Germanischen Nationalmuseums – und erinnert wie ein Mahnmal daran, dass in der Dürerstadt Nürnberg Gemälde Albrecht Dürers eher selten sind. Seine Meisterwerke hängen in Wien und in München, wohin sie der Dreißigjährige Krieg und die Wirren der Zeit verschlagen haben, und von woher sie nie mehr nach Nürnberg zurückkehrten. Aber das Germanische Nationalmuseum, größtes Museum deutscher Kunst und Kultur, hat aus der Not eine Tugend gemacht und kann sich rühmen, wie kein anderes Museum in Europa die deutsche Kunst von der Entdeckung Amerikas bis zur Französischen Revolution nicht nur in kostbaren originalen Gemälden zu zeigen, sondern sie in einzigartiger Weise in ihrem kulturgeschichtlichen Zusammenhang zu präsentieren. Möglich gemacht hat dies die vor sechs Jahren begonnene und jetzt abgeschlossene, grundlegende Renovierung des Galeriebaus des Museums, in dem die Meisterwerke hingen, derentwegen alljährlich Tausende von Kunstfreunden und Touristen nach Nürnberg pilgerten. Die völlig neu gestaltete Dauerausstellung Renaissance – Barock – Aufklärung zeigt nun die Höhepunkte des Museums in unvergleichlicher Synästhesie von Gemälden und Skulpturen, Gold- und Silberschmuck, Medaillen, astronomischen Gerätschaften, Glas und Geschirr, Textilien, Möbeln und Musikinstrumenten, also auch dem Kunsthandwerk einer Zeit, über deren Weltbild und Lebensweise die Bilder des Adels, des Klerus und des Bürgertums nicht alles sagten.

(Friedrich J. Bröder)

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