Landtag

07.12.2017

Mehr Frauen ins Rektorat!

An Bayerns Schulen ist die Schulleitung allzu oft in Männerhand. Die Grünen fordern besser Karrierewege für Lehrerinnen

Die Grünen fordern bessere Karrieremöglichkeiten für Frauen an bayerischen Schulen. "Es ist ein Unding, wenn an unseren Gymnasien mehr als die Hälfte der Lehrkräfte weiblich sind, aber nur jede fünfte Schulleitungsposition mit einer Frau besetzt ist", kritisierte der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring.

Wie aus einer Anfrage der Grünen an das Kultusministerium hervorgeht, ist auch die Leitung von Realschulen im Freistaat mehrheitlich Männersache: Der Frauenanteil lag bei dieser Schulform im Schuljahr 2016/17 bei rund 31 Prozent. Das sei ebenfalls "alles andere als befriedigend", stellte Gehring fest.

Eine Ursache: Das Beurteilungssystem

Die Ursache sieht der Grünen-Bildungsexperte unter anderem im Beurteilungs-System: "Wenn Frauen nicht von Beginn an Karrierebereitschaft signalisieren, wird ihnen das in der Bewertung negativ ausgelegt - das ist uralte Denke". Gehring fordert, künftig allein die fachliche und pädagogische Leistung zu beurteilen. Zudem müssten Teilzeitbeschäftigten bessere Karrierewege ermöglicht werden.
 
Der Freie Wähler Michael Piazolo, Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses, fordert, passende Jobsharing-Modelle für Schulleitungsposten zu entwickeln, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Pflege von Angehörigen ermöglichen. "Gerade diese Maßnahme könnte die Attraktivität des Berufsbildes enorm steigern – vor allem für Frauen", betont er.

Wie die Zahlen des Ministeriums belegen, ist der Frauenanteil bei den Schulleitungsposition in den vergangenen zehn Jahren allerdings angestiegen: Im Schuljahr 2006/2007 waren an den Gymnasien nur rund 14 Prozent der Schulleiter-Stellen an Frauen vergeben, vergangenes Schuljahr waren es mehr als 21 Prozent.  (dpa, BSZ)

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