Leben in Bayern

Thomas Niederbühl (3.v.l.) und Heinz Bänziger (rechts) stehen nach ihrer Eheschließung im Standesamt in München mit dem Oberbürgermeister der Stadt München, Dieter Reiter. (Foto: dpa)

21.12.2017

Ehe für alle: Wenig Andrang in Bayern

Nur eine "Mini-Welle": Die Nachfrage nach gleichgeschlechtlichen Ehen ist an bayerischen Standesämtern bisher geringer als angenommen

Der Andrang auf die Standesämter in Bayern hält sich rund drei Monate nach Einführung der Ehe für alle in Grenzen. Die Nachfrage sei bisher geringer als angenommen, sagte ein Sprecher des Münchner Kreisverwaltungsreferats. Bei den zwei Standesämtern in der bayerischen Hauptstadt seien seit dem 1. Oktober 70 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen worden, zehn stünden bis Jahresende noch aus. Im gleichen Vorjahreszeitraum seien 69 Lebenspartnerschaften begründet worden. Mehr als 200 homosexuelle Paare hätten ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen, 40 Umwandlungen stünden noch aus.

Auch Anfang 2018 erwarten die Standesämter keinen größeren Andrang

Auch in der zweitgrößten Stadt Bayerns blieb der große Ansturm aus. In Nürnberg zählte das Standesamt bis Jahresende etwas mehr als 60 Umwandlungen und 14 Eheschließungen. Augsburg bilanzierte 32 Homo-Ehen und 26 Umwandlungen. «Eine Mini-Welle», sagte der Leiter des dortigen Standesamts, Karl Krömer.

In Regensburg wurden dagegen lediglich drei gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen, rund 30 Lebenspartnerschaften wurden in eine Ehe umgewandelt. Bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes seien etwa 30 Lebenspartnerschaften jährlich begründet worden, erklärte eine Sprecherin - Tendenz fallend. Auch in Fürth wurden lediglich drei Homo-Ehen geschlossen, eine Lebenspartnerschaft wurde umgewandelt. In Füssen und Bamberg ließ sich nur ein gleichgeschlechtliches Paar trauen. Drei beziehungsweise acht Umwandlungen wurden gezählt. Auch für Anfang des kommenden Jahres erwarten die Standesämter anhand der Zahl der Anmeldungen keinen größeren Andrang. (dpa)

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