Leben in Bayern

Eines der Lieblingsbilder des Fotografen: Der Fischwirt. (Foto: Meramo - Martin Rehm)

27.01.2015

Optisch Nachwuchs locken

Der preisgekrönte Fotograf Martin Rehm hat für die Arbeitsagentur Franken in ihren Berufen porträtiert. Jetzt werden die Bilder in einer Ausstellung gezeigt

"Berufe ansprechend und vor allem authentisch darzustellen, ohne zu idealisieren oder zu verfälschen": Das hat sich der Nürnberger Fotograf Martin Rehm zur Aufgabe gemacht. Ab heute sind bis zum 22. Februar 42 seiner Porträts in der Ausstellung „Made in Franken. Menschen. Bilder. Berufe.“ im Museum Industriekultur Nürnberg zu sehen.
Entstanden sind die Aufnahmen in Franken, immer an den Arbeitsorten der Menschen, in ihrem beruflichen Alltag. Und die Bilder zeigen: Die Porträtierten lieben, was sie tun. Ob der Fischwirt, die Bäckermeisterin oder der Schweißer  – alle haben sie Rehm "Zugang in ihre Arbeitswelt gewährt, sei es in die Backstube, auf die Baustelle, ins Büro oder in die Werkstatt“, erklärt der Fotograf. Das Ergebnis:  "Lebensnahe Einblicke in einen Beruf von denjenigen, die ihn tagtäglich ausüben" - so betonen es auch die  Ausstellungsmacher.

Aufarbeitung, Erinnerung, Mahnung

Die Bilder hat Rehm für Veröffentlichungen des Meramo-Verlag gemacht - zwischen 2012 und 2014. Was jetzt im Großformat zu sehen ist, findet sich normalerweise recht klein in Infomappen, die in den Berufsinformationszentren (BIZ) der Arbeitsagenturen ausliegen. Darin ergänzen Text-Reportagen die Aufnahmen. Die Porträtierten sollen auch andere begeistern von ihrem jeweiligen Beruf, so die Hoffnung. Stichtwort: Nachwuchsmangel.
Zwei Bilder haben es dem Fotografen selbst besonders angetan: "Zum einen der Fischwirt, der am frühen Morgen in aller Gemütlichkeit seine Netze ausspannt. Aber auch die Sprengmeisterin, die mit Geduld und Gründlichkeit enorme Sprengungen vorbereitet und durchführt", erklärt Rehm. Er wurde schon für seine Bachelor-Arbeit an der Technischen Ohm-Hochschule in Nürnberg mehrfach ausgezeichnet: "Verschwunden" befasste sich mit aufsehenerregenden Firmenpleiten in der Region Nürnberg in den vergangenen Jahren. Darunter: AEG, Rosenthal, Grundig und Quelle. Aber auch kleinere Betriebe sind weg und damit auch tausende Arbeitsplätze. Die ehemaligen Mitarbeiter "verschmelzen mit der Umgebung ihrer ehemaligen Betriebe", beschreibt Rehm sein damaliges Werk: "Meine Bilder sollen zugleich Aufarbeitung, Erinnerung als auch Mahnung sein." (Heinz Wraneschitz)

 

Ausstellung: "Made in Franken. Menschen. Bilder. Berufe".  Bis zum 22. Februar 2015 im Museum Industriekultur, Äußere Sulzbacher Straße 62, 90491 Nürnberg, Di-Fr 9–17 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr

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