Politik

Der Chiemsee: Die Staatsregierung sorgt die Verunreinigung bayerischer Gewässer durch Mikroplastik. (Foto: dpa)

20.05.2015

Plastikmüll in bayerischen Gewässern

Umweltministerin Ulrike Scharf fordert Unterstützung vom Bund

Winzige Plastikmüllteilchen verunreinigen nach Auffassung des bayerischen Umweltministeriums die heimischen Flüsse und Seen. Der Bund müsse hier dringend aktiv werden, sagte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) vor der Umweltministerkonferenz am Donnerstag und Freitag auf Kloster Banz im oberfränkischen Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels). Es müsse Druck auf die Industrie gemacht werden, sogenannte Mikroplastik nicht mehr zu verwenden, forderte Scharf.  

Mikroplastik wird als Schleifmittel oder Füllstoff verwendet

Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) werden diese winzigen Plastikteilchen als Schleifmittel oder Füllstoff verwendet. Zu finden seien sie etwa in Kosmetika oder Reinigungsartikeln. Da die Kunststoffteilchen zu klein für die Filter der Kläranlagen sind, landen sie über das Abwasser in der Umwelt. Auch Plastiktüten oder -flaschen zerfallen nach und nach in winzige Teilchen.
Scharf forderte den Bund auf, die Forschung in diesem Bereich stärker zu fördern. Auswirkungen auf Mensch und Natur müssten noch genauer erforscht werden. Beim Thema Plastikmüll denke man meist an die Weltmeere, die mit Kunststoffen verschmutzt seien. Tatsächlich gebe es das Problem auch bei Binnengewässern, sagte die Ministerin. (dpa)

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