Wirtschaft

26.04.2013

Spiegelbild der Konjunktureinschätzung

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Zusammen mit den Preisen für Gold und Silber ist auch der Wert von Kupfer in den vergangenen Wochen stark gesunken. Alleine seit Februar verlor er rund 18 % und seit seinem Rekordpreis von Anfang 2011 sogar mehr als ein Drittel. Dass bei den Edelmetallen etwas die Luft herausgeht, scheint nach der Entwicklung der letzten Jahre verständlich. Anders beim Kupferpreis. Dieser gilt als guter Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft. Es ist kein gutes Zeichen, dass die Kupfernotierung derzeit so niedrig ausfällt, wie seit über drei Jahren nicht mehr. Lediglich im September 2011 war die Notiz noch tiefer. Nimmt man die Schwäche beim Erdölpreis hinzu, bestätigt sich der Eindruck einer schwächelnden Weltwirtschaft. Nicht nur die Eurozone siecht konjunkturell vor sich hin, auch aus China kamen jüngst schwächere Daten, die auf einen Wachstumsrückgang hindeuten. Dagegen zeigte sich bislang die US-Wirtschaft überraschend robust. Doch auch dort konnten die hohen Erwartungen zuletzt nicht mehr erfüllt werden.

Die Entwicklung an den Aktienmärkten scheint daher ein Spiegelbild der aktuellen Konjunktureinschätzung zu sein. Während europäische Aktien seit Wochen unter Abgabendruck leiden, notieren die amerikanischen Aktien auf Allzeithoch-Niveau. Spitzenreiter bleibt, getrieben durch massive Geldspritzen der Notenbank, der japanische Aktienmarkt. Es könnte gut sein, dass in den kommenden Monaten ein Favoritenwechsel bei den Aktien stattfindet. Während US-Titel beim Kurs-Gewinn-Verhältnis mittlerweile fast das Durchschnittsniveau der letzten 30 Jahre erreicht haben, sind Euro-Aktien deutlich billiger. Gleichzeitig verfügen sie über das höhere Gewinnsteigerungspotential. Vor diesem Hintergrund bietet die Schwächephase in den Sommermonaten mittelfristig orientierten Anlegern durchaus interessante Einstiegschancen.

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