Wirtschaft

22.03.2013

Unverhofft kommt oft!

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Unverhofft kommt oft! So könnte man die Entwicklung an den Aktienmärkten in den letzten Wochen beschreiben. Nach den Wahlen in Italien mit einer Patt-Situation zwischen den politischen Lagern kam es zu Gerüchten über eine mögliche Bonitätsherabstufung Italiens, welche sich mittlerweile bestätigt haben. Die Bonitätsnote nähert sich immer mehr der Grenze zur Note „Non Investmentgrade“ an, mit negativen Auswirkungen im Hinblick auf die Refinanzierung. Auch in den USA gibt es ungelöste Fragen, man denke nur an die gescheiterten Verhandlungen im US-Haushaltsstreit und die damit ausgelösten Haushaltskürzungen zum 1. März. Hinzu kam, dass die chinesische Regierung einen erneuten Anlauf unternimmt, die Luft aus dem heiß gelaufenen Immobilienmarkt zu lassen.

Vor diesem Hintergrund kommen wir wieder auf die Aktienmärkte zurück, welche sich in diesem Umfeld als äußerst widerstandsfähig erweisen. So erreichte der MSCI Welt (in Euro) das höchste Niveau seit Dezember 2006, der Dow Jones erklomm ein neues Allzeithoch und der DAX schaffte ein neues 5-Jahreshoch. Triebfeder für diese Entwicklung bleibt die weltweit extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken. Zwar gibt es durchaus erste Anzeichen dafür, dass sich die konjunkturelle Lage in Amerika, aber auch in Teilen Europas allmählich bessert, doch von einem sich selbst tragenden Aufschwung kann noch nicht gesprochen werden. Solange dies nicht der Fall ist, kann nicht mit einer Änderung der Geldpolitik gerechnet werden. Und aus Ermangelung an Anlagealternativen fließen die Mittel weiter in die Aktienmärkte und sorgen für in der Tendenz steigende Kurse. Allerdings sollten sich die Anleger durchaus darüber im Klaren sein, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und mit Rückschlägen, gerade auf dem hohen Niveau, immer zu rechnen ist.

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