Bauen

"Grüne Gebäude" sind wirtschaftlicher sagen die Experten des Regensburger Instituts für Immobilienwirtschaft IREBS. (Foto: obx-news/Staedele)

26.11.2014

"Grüne Gebäude" bringen mehr Rendite

Regensburger Forschungsprojekt zu Green Buildings

Green Buildings, also "Grüne Gebäude", sind im Bereich der Gewerbe-Immobilien absolut im Trend. Diese Green Buildings sollen durch intelligente Architektur und Technik Ressourcen schonen, die Umwelt möglichst wenig belasten und für die gewerblichen Mieter die Betriebskosten senken. Das Institut für Immobilienwirtschaft (International Real Estate Business School - IREBS) an der Universität Regensburg gilt als Europas größtes Zentrum für die Immobilienwirtschaft. Dort wurde untersucht ob "grünes Bauen" tatsächlich Vorteile bringt. Das Ergebnis ist eindeutig.
Bei Kühlschränken, Waschmaschinen und Glühlampen sind klar und einfach erkennbare Kategorien für den Energieverbrauch längst Standard, um zwischen Energiefressern und Sparfüchsen zu unterscheiden: A++ steht für sehr effizient, A für gut, B und C sind gerade noch akzeptabel. Wenn es aber um viel größere Werte als 50 oder 100 Kilowattstunden im Jahr geht, verlassen sich die Deutschen immer noch meist auf ihren Bauch, auf grobe Schätzungen und die trügerische Gewissheit, ja doch nichts ändern zu können oder zu müssen: Im Immobiliengeschäft spielt die Energieeffizienz vor allem bei Bestandsbauten oft noch immer eine untergeordnete Rolle.
Das könnte sich bald ändern. Kühlschränke mit schlechter Energieeffizienz sind immer schwerer verkäuflich. Ähnlich könnte es bald im Immobilienbereich sein. Die Wissenschaftler haben bei ihrer Untersuchung festgestellt, dass Objekte mit geringerer Energiekostenbelastung bereits heute höhere Miete generieren.
Mieter würden heute zunehmend auf ihre Gesamtbelastung achten. Bei geringeren Heiz- oder sonstigen Betriebskosten seien sie durchaus bereit, eine höhere Nettokaltmiete an den Eigentümer zu zahlen. Investitionen, so Professor Sven Bienert, machen deshalb auch bei bestehenden Immobilien Sinn. Bienert leitet an der an der Universität Regensburg das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft, das bundesweit als führend gilt. Ziel seiner Denkfabrik: die Verringerung der Umweltbelastung durch Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. "Wir wollen den scheinbaren Zielkonflikt zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit auflösen, nur so kann die Immobilienwirtschaft ihren Beitrag zur intergenerativen Gerechtigkeit und zum globalen Klimaschutz leisten", sagt Professor Bienert.
Angesiedelt ist das Nachhaltigkeits-Kompetenzzentrum für die grünen Gebäude von morgen an der International Real Estate Business School der Universität Regensburg, einer Art Eliteakademie für Immobilienökonomie und Immobilienmanagement, die in Deutschland bisher ohne Beispiel ist. "Dank IREBS ist Regensburg heute ein Zentrum für Immobilienwissen in Deutschland", sagt Professor Wolfgang Schäfers vom Lehrstuhl für Immobilienmanagement. Finanziert werden Aus- und Weiterbildung von IREBS zum großen Teil aus den Zuwendungen privater Förderer. Die Absolventen der Immobilien-Studien können auf Jobangebote etwa von Investmentbanken, Anbietern von Immobilienfonds, Projektentwicklern, Immobilienverwaltungen und Wohnungsbaugesellschaften hoffen oder eben auch als Makler tätig werden. (OBX)

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