Kommunales

Der Ansbacher Hofgarten entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Stil des Barock. (Foto: dpa)

20.10.2014

Hofgarten bleibt nachts zu

Nach Vandalismusfällen: Die Stadt Ansbach und die Bayerische Schlösserverwaltung finden keinen Konsens hinsichtlich der Öffnungszeiten für die Barockgarten-Anlage.

Die Stadt Ansbach liegt im Streit mit der dem bayerischen Finanzministerium unterstehenden Schlösser- und Seenverwaltung. Grund: Die Kommune plädiert, auf Vorschlag ihres städtischen Jugendrats, für einen zeitlich unbegrenzten Zugang zum Hofgarten. Das wiederum lehnt die Landesbehörde ab.
In der Vergangenheit hatte es in der ursprünglich aus der Braockzeit stammenden Anlage wiederholt Fälle von Vandalismus gegeben, verantwortlich dafür waren in den meisten Fällen (angetrunkene) Jugendliche. Daraufhin hatte die Schlösserverwaltung - ohne Zustimmung der Stadtverwaltung - im Herbst 2012 eine Schließung des Geländes mit Einbruch der Dunkelheit angeordnet. Wie Ansbachs Oberbürgermeisterin Carla Seidel (parteifrei) jetzt vor dem Stadtrat berichtete, habe es seither wiederholt Gespräche mit der Schlösserverwaltung gegeben, diese restriktive Maßnahme wieder aufzuheben oder wenigstens abzumildern - vergebens. Auf keine Zustimmung sei auch ihr Vorschlag gestoßen, nur den besonders wertvollen und bereits jetzt mit Hecken abgegrenzten Bereich vor der Orangerie zu schließen, berichtete die Oberbürgermeisterin. Auf diese Weise hätten Menschen auf dem Weg zur Arbeit wenigstens den kürzest möglichen Weg quer durch die Stadt nehmen können.
Fast alle Stadträte stehen hinter der Kritik der Rathauschefin. Einige berichteten sogar von einem ziemlich rüden Verhalten des Wachpersonals gegenüber Besuchern, die das Gelände nicht pünktlich um 18 Uhr verlassen haben, sogar von Nötigung durch die Uniformierten war die Rede. Das sei nicht nur unzulässig, sondern schädige auch den Tourismus in der knapp 40 000 Einwohner zählenden mittelfränkischen Bezirkshauptstadt, so der einhellige Tenor im Kommunalparlament. Lediglich aus den Reihen der CSU gab es vereinzelt Zustimmung zu den derzeitigen Schließregeln.
Die Schlösserverwaltung will nach Angaben eines Sprechers gegenüber der Fränkischen Landeszeitung nichts an den derzeitigen Öffnungszeiten ändern, diese hätten sich bewährt. Daran ändere auch der Appell des Stadtrats nichts. (APL)

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