Bauen

Am Pasinger Marienplatz entsteht ein Geschäftshaus mit Hotel und Appartements, geplant von Auer Weber Architekten. (Visualisierung: Jonas Bloch)

08.10.2015

1. Platz für Auer Weber Architekten

Geschäftshaus mit Hotel und Appartements am Pasinger Marienplatz

Das Architekturbüro Auer Weber, München/Stuttgart, hat den 1. Preis für ein Geschäftshaus mit Hotel und Appartement am Pasinger Marienplatz gewonnen. Der Neubau nimmt die für das städtische Umfeld typische Blockrandbildung auf und wird architektonisch zu einem gegliederten, die unterschiedlichen Adressen und Nutzungen betonenden Baukörper überformt. Er spannt sich zwischen zwei Auftaktplätzen auf: dem Marienplatz im Nordosten und der künftigen Platzaufweitung des „Klosterhofs“ am Schmiedwegerl im Südwesten. Zur Betonung der Durchlässigkeit des Quartiers im Sinne einer qualitätvollen Durchwegung des Innenhofs wird auf einen Anbau an das denkmalgeschützte Confetti-Haus verzichtet, auch um dessen Solitärstellung am Pasinger Marienplatz zu unterstreichen.

Attraktive Durchwegung

Ein gestaffelter Sockelbaukörper im Innenhof, in dem Teile der Handelsflächen untergebracht sind, untergliedert diesen Bereich in eine Abfolge von öffentlichen Platzräumen unterschiedlicher Dimension und Qualität, die eine attraktive Durchwegung des Quartiers sicherstellen. Obwohl es sich bei dem Neubau um zusammenhängende Nutzungsstrukturen handelt, wird die städtebauliche „Körnung“ aufgegriffen, indem die über einer durchgehenden Trauflinie aufgehenden Dachflächen durch gezielte Faltung beziehungsweise Triangulierung zu einer eigenständigen Skulptur modelliert werden. Die daraus resultierenden stadtbildtypischen Giebel- und Walmdachformen verankern den Neubau selbstverständlich und zugleich ohne historisierenden Anspruch in sein städtisches Umfeld.
Bei den der Straße zugewandten Fassaden kommt ein mit hellem Kalkmörtel geschlämmtes Verblendmauerwerk als Vorsatzschale vor gedämmter Außenwand zur Anwendung, welches auch über die Dachflächen geführt wird. Durch die versetzt verlegten Ziegellagen in den schrägen Dachflächen setzen sich diese aufgrund der daraus resultierenden „Rauheit“ von den Wandflächen ab, obwohl es sich um ein einheitliches Material handelt. Alle Fensteröffnungen werden durch flächenbündig in das geschlämmte Mauerwerk eingesetzte Betonrahmen eingefasst. (BSZ)

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Kommentare (1)

  1. Ibn Miad am 10.10.2015
    "Schön" geht anders...

    "... verankern den Neubau selbstverständlich und zugleich ohne historisierenden Anspruch in sein städtisches Umfeld". "Ohne jeden Anspruch" trifft's wohl eher. Wieder so ein liebloser Klotz. Aber muss ja heutzutage schon froh sein, wenn der Neubau in etwa gleich hoch ist mit den Altbauten drumrum.

    Bei der heutigen Architketur vermisse ich bisweilen ein wenig die Liebe zum Detail. Warum immer nur glatte Flächen? Warum nicht mal ein Mäuerchen hier, einen Sims da? Vielleicht ein Umlauf, der das Gebäude zumindest optisch zusammenhält? Ich finde, die Architekten machen es sich sehr leicht. Vielleicht ist es ihnen ja auch egal.

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