Bauen

Rund 5,6 Millionen Euro wurden in den Umbau und die Erweiterung der Theo-Betz-Schule investiert. (Foto: Berschneider + Berschneider)

02.11.2012

108 Mensa-Sitzplätze

Umbau und Erweiterung der Theo-Betz-Schule in Neumarkt in der Oberpfalz

Die Außenwände der ehemaligen Turnhalle der Theo-Betz-Schule in Neumarkt wurden bis auf die Tragkonstruktion abgebrochen und neu aufgebaut, um so die Sporthalle zu einer Mensa und einem Mehrzweckraum umbauen zu können. Die Außenhaut wurde mit Vollwärmeschutz versehen und verputzt. Die bestehende Dachkonstruktion musste aufgrund geänderter Schneelastzonen erneuert werden. Die Dachkonstruktion mit Stahlträgern und Trapezblech wurde analog zum Nebengebäude gewählt.
Innenseitig wurden kostengünstige und strapazierfähige Holzbauplatten aufgebracht. Der Mehrzweckraum erhielt großflächige Verglasungen aus einer Holz/Aluminium-Konstruktion, westseitig mit beweglichen Sonnenschutzlamellen. Der Mehrzweckraum wurde mit einer mobilen Trennwand von der Mensa getrennt und kann bei Veranstaltungen geöffnet werden. Der Mehrzweckraum hat eine Größe von 187 Quadratmetern mit rund 150 Sitzplätzen. Durch die Anwendung der Versammlungsstättenverordnung kann der Raum von mehr als 200 Personen genutzt werden.
Das Nebengebäude mit den früheren Umkleiden wurde innen komplett entkernt. Für den Einbau der notwendigen Be- und Entlüftungsanlage reichte die vorhandene Deckenhöhe nicht aus und deshalb wurde die Dachkonstruktion mit Stahlträgern und Trapezblech erneuert, gedämmt und mit Folie abgedichtet. Hier wurde die neue Mensa mit Küche und Ausgabeküche eingebaut. Die Ausstattung war für eine Aufwärmküche vorgesehen. Die Außenwände wurden mit Vollwärmeschutz versehen und verputzt.
Die Fenster sind eine Holz/Aluminium-Konstruktionen mit Alu- Raffstores. Die Ausgabetheke ist zweizügig für jeweils 100 Schüler in zwei Gruppen. Die Mensa hat eine Größe von 170 Quadratmetern mit 108 Sitzplätzen.
Die Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung bewegt eine Luftmenge von 16 000 Kubikmetern in der Stunde. Die Lüftungsanlage erreicht einen Rückgewinnungsgrad von > 65-70 Prozent.
Für die gesamte Schule wurde eine behindertengerechte Aufzugsanlage eingebaut. Der Zugang erfolgt ebenerdig neben dem Eingangstreppenhaus Nord. Der Aufzug erschließt alle Geschosse vom Keller- bis zum Obergeschoss.
Die Innenräume wurden mit hell gestrichenen, robusten OSB-Bauplatten versehen und mit warmen Farbtönen und Tapeten ergänzt. Es wurden schadstofffreie Materialien verwendet und Akustikdecken eingebaut, die schallschluckend wirken. Holzböden ergänzen die warme Atmosphäre. Die fest eingebaute Bühne wurde als „Guckkastenbühne“ mit roten Samtvorhängen ausgeführt und dient der Theater- und Musicalarbeit sowie allen weiteren schulischen Veranstaltungen.
Die Baufertigstellung der Mensa und des Mehrzweckraums war im Juni 2012. Die Bauzeit betrug genau ein Jahr. Die Inbetriebnahme erfolgte im Juli 2012.
Die Erweiterung der Theo-Betz-Schule erfolgte im 2. Bauabschnitt und umfasste folgende Maßnahmen: Erweiterung um vier Klassen mit vier Differenzierungsräumen; Umbau von vier Klassen mit vier Differenzierungsräumen in räumlichem Zusammenhang mit dem Obergeschoss Nordflügel; die Erweiterung erfolgte über aufgeständerte Querspange im Obergeschoss, parallel zum Hauptbau, mit
– Verbindung von Nord- und Südflügel im Obergeschoss mit direkter Anbindung an die Pausenhöfe im Erdgeschoss über ein neues Treppenhaus im Mittelflügel, dadurch erheblich verkürzte Wegeführung im Gebäude;
– durch Aufständerung entstehen überdachte Bereiche in Pausenhöfen, die bisher fehlten;
– im Obergeschoss entstand zusätzlich ein offener Kommunikationsbereich sowie Rückzugsbereiche als Kuschelecken.
Im Erdgeschoss des Mittelbaus wurden die Mittagsbetreuungsräume mit Teeküche sowie neue WC-Anlagen untergebracht. Die Außenwände wurden in Mauerwerk und Stahlbeton mit Vollwärmeschutz ausgeführt und verputzt. Die Aufständerung erfolgte mit Stützen aus Stahlbeton. Die Flachdachkonstruktion wurde in Stahlbeton mit Wärmedämmung, Dampfsperre und Foliendach ausgeführt. Die Innenwände sind aus Mauerwerk. Die Flurwände wurden zum Teil mit Holzbauplatten verkleidet und die Fluraußenwände erhielten lange Fensterbänder mit Sonnenschutzglas, die auch als Sitzbank genutzt werden können. Die Klassenzimmer erhielten Fensterbänder mit Sonnenschutzlamellen.
Das Obergeschoss des Nordflügels wurde dem Bedarf der Ganztagsschule entsprechend umgebaut. Hierfür musste die vorhandene Toilettenanlage im Obergeschoss entfernt werden. Im Bereich des Übergangs zum Querriegel entstand ein offener Spiel- und Kommunikationsbereich mit kleiner Teeküche. Im Erdgeschoss des Mittelflügels wurden zusätzlich zur neuen Treppe zwei Mittagsbetreuungsräume, eine Teeküche und eine neue Toilettenanlage eingebaut.
Die Baukosten beliefen sich auf 5,63 Millionen Euro. Bauherr war die Stadt Neumarkt, bei der in der Person des Stadtbauamts auch die Gesamtkoordination lag. Mit der Planung beauftragt war das Neumarkter Architekturbüro Berschneider + Berschneider. (BSZ)

(Rückzugsbereiche als Kuschelecken; der Mehrzweckraum und die Schule von außen  - Fotos: Berschneider + Berschneider)

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