Bauen

Der Forensik-Neubau in Ansbach. (Foto: Bezirkskliniken Mittelfranken)

15.11.2013

Alles unter einem Dach

Haus 16: Neubau der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach

Für 50 Patienten der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach steht in Kürze ein Umzug an. Vor Kurzem wurde der Neubau Haus 16 im Rahmen einer Feier mit geladenen Gästen eingeweiht. Anschließend bekam die Öffentlichkeit die Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen und sich über Abläufe, Therapien und Bedingungen in der Forensik am Bezirksklinikum zu informieren. Nach einem Probebetrieb werden die Patienten der therapeutischen Wohngruppe und des Resozialisierungsbereichs vor-aussichtlich Ende November umziehen.
Bisher wohnen die 50 Patienten in zwei Gebäuden, die noch aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts stammen. Insgesamt hat der Neubau zehn Millionen Euro gekostet und wurde vom bayerischen Sozialministerium finanziert. „Die Struktur der bisherigen Gebäude entsprach schon seit einiger Zeit nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Maßregelvollzug“, erklärt Joachim Nitschke, Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie. „Im Neubau sind zum einen die Sicherheitsstandards viel höher, zum anderen haben wir für die Patienten bessere Therapiemöglichkeiten.“ So wurden die Sicherheitsstandards des neuen Gebäudes unter Beratung der Justizvollzugsanstalten Nürnberg und Ansbach sowie der Polizei erarbeitet. Zudem haben die Patienten leichteren Zugang zu Therapien, da sich die Therapieräume jetzt im selben Gebäude befinden. Bisher mussten die Patienten dafür in ein anderes Gebäude wechseln, was mit Sicherheitsvorkehrungen und höherem Personalaufwand verbunden war.
Auch optisch unterscheidet sich das vom Architekturbüro Haid und Partner, Nürnberg, gestaltete neue Gebäude deutlich von der bisherigen Unterbringung. Viel Glas und Licht prägen den Neubau. Davon profitieren die Zimmer der Patienten genauso wie die Räume der Arbeits- oder Ergotherapie sowie die Büros und Pflegestationen.
Die Außenfassaden sind hell gestrichen mit farbigen Elementen. Zudem sorgt eine mit viel Grün gestaltete Außenanlage dafür, dass sich das neue Gebäude gut in das Parkgelände des Bezirksklinikums einfügt.
Über einen verglasten Durchgang ist der Neubau mit den bereits bestehenden Gebäuden der Forensik (Haus 17 und 18) verbunden, die in ähnlichem Stil gebaut und in den Jahren 2008 und 2001 eröffnet wurden. In diesen Gebäuden befinden sich die gesicherten Bereiche der Klinik für Forensische Psychiatrie. Somit sind die insgesamt rund 180 Patienten der Klinik für Forensische Psychiatrie nun in einem Gebäudekomplex untergebracht.
Die Patienten, die in den Neubau ziehen, werden momentan entweder auf eine betreute Wohngruppe außerhalb der Klinik oder auf eine Entlassung in den Alltag vorbereitet. In die Ansbacher Forensik kamen sie aufgrund einer Verurteilung wegen Straftaten, die im Zusammenhang mit ihrer Suchterkrankung stehen, beispielsweise dem Handel mit Betäubungsmitteln oder Beschaffungskriminalität, um den Eigenbedarf zu finanzieren. Die Patienten durchlaufen verschiedene Einzel- und Gruppentherapien, wie Suchtbearbeitung oder ein Anti-Gewalttraining, und werden – abhängig vom therapeutischen Fortschritt – zunehmend gelockert. Außerdem nehmen sie Angebote zu Arbeits- und Ergotherapie wahr. (BSZ)

(Küche und Essensausgabe sowie der Blick in ein Zimmer - Fotos: Bezirkskliniken Mittelfranken)

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