Bauen

Das Bayerische Zimmererhandwerk plädiert dafür, bei der nächsten Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) den Primärenergie-Bezug durch einen CO2-Bezug zu ersetzen. (Foto: dpa)

27.04.2015

Bayerisches Zimmererhandwerk fordert CO2-Bezug

Falscher Bewertungsmaßstab führt zu falschen Entscheidungen

Das Bayerische Zimmererhandwerk plädiert dafür, bei der nächsten Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) den Primärenergie-Bezug durch einen CO2-Bezug zu ersetzen.

Das erklärte Ziel der deutschen Klimaschutzpolitik ist es, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Seltsamerweise machen im Gebäudebereich sowohl die Energieeinsparverordnung (EnEV) als auch die KfW-Förderprogramme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren jedoch nicht die CO2-Emissionen, sondern den Primärenergiebedarf zum Bewertungsmaßstab – obwohl der Klimaschutz als Ziel ausdrücklich genannt wird. Ein falscher Bewertungsmaßstab führt zwangsläufig zu falschen Entscheidungen, weshalb große CO2-Einsparpotenziale ungenutzt bleiben.

Um die Effizienz der deutschen Klimaschutzpolitik zu steigern, spricht sich der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks dafür aus, die nächste Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) dafür zu nutzen, den Fehler zu korrigieren und den Primärenergie-Bezug durch einen CO2-Bezug zu ersetzen. Er begrüßt in diesem Zusammenhang eine Initiative des „Instituts für energieoptimierte Systeme“ der „Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften“, das in den Fachzeitschriften „TGA Fachplaner“ und „GebäudeEnergieberater“ einen Artikel veröffentlichte, der diese Forderung wissenschaftlich fundiert begründet. (BSZ)

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