Bauen

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme beliefen sich auc rund 33,7 Millionen Euro. (Foto: Krankenhaus)

09.11.2012

Besser heilen, komfortabler studieren

Aus- und Umbau am Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg

Das Baugrundstück für die Ergänzungsmaßnahme (Frauenheilkunde Teil 2, Urologie, Anästhesie, Intensiv sowie Forschung Lehre) am Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg befindet sich im südöstlichen Teil der Stadt. Die innerstädtische Lage macht es für die ortsansässige Bevölkerung durch die unmittelbare Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel vor dem Haus gut anfahrbar. Dennoch ist das Krankenhaus auch für externe Personen gut erreichbar über die Bundesautobahn A 3 sowie die Landshuter Straße.
Das ebene Grundstück wird von der Landshuter Straße im Süd-Westen sowie von der Plato-Wild-Straße im Nord-Osten begrenzt. Im Nord-Westen schließt an das Grundstück der Ostpark an, während im Süd-Osten das Gebiet des Bebauungsplans Nr. 160, Gesundheitszentrum St.Josef liegt.
Auf dem rund 24 000 Quadratmeter großen Grundstück befindet sich im Nord-Westen das Verwaltungsgebäude, dem gegenüber liegt das Bettenhaus mit seinen als „Nord- und Südflügel“ bezeichneten Teilbereichen. Daran anschließend folgt der Funktionsbau mit den Behandlungsbereichen und dem Wirtschaftshof.
Der im 1. Bauabschnitt begonnene Anbau wurde im 2. Bauabschnitt durch die Funktionen Frauenheilkunde Teil 2 im Erdgeschoss, Intensiv und IMC im 1. Obergeschoss sowie der Abteilung für Forschung und Lehre im 2. Obergeschoss ergänzt. Da die Fläche der IMC-Station lediglich eine Belegung mit fünf Betten zuließ, wurde die 6. Einheit an die bestehenden IMC-Station angegliedert. Die Anästhesie sowie die Erweiterung der Sterilisation wurde in der bestehenden Intensiv-Station, die Chemo in der bestehenden Station 1, Erdgeschoss Nordflügel, untergebracht.
Wegen der Auslagerung der Funktionsstelle Labor wurde in den bereits präparierten Räumen im Untergeschoss die zentrale EDV-Anlage untergebracht. Im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes wurde im Bereich des damaligen Labors die Erweiterung der Urologie vollzogen.
Das 2. Obergeschoss wird umlaufend von der Gebäudehülle zurückgesetzt, um dem Baukörper ideale Proportionen zu verleihen. Die gründerzeitliche Flucht der angrenzenden Plato-Wild-Straße wurde mittels Auflösung der Fassade in pergolaartige Winkelstützen fortgeführt. Somit wird auch den städtbaulichen Belangen Rechnung getragen.
Als Akzent an der östlichen Gebäudeecke liegt im 2. Obergeschoss der große Hörsaal mit ansteigendem Gestühl für 120 Personen, deren Form sich im Baukörper abzeichnet und die vorhandene Ecksituation buchstäblich abrundet. Im 1. Obergeschoss bildet die gläserne Ecke der Intensivstation mit leichter Auskragung der Fassade das Pendant zum darüberliegenden Hörsaal.

Reduktion des Baukörpers


Die Baugenehmigung wurde parallel zum Antrag auf fachliche Billigung 1. Bauabschnitt für die Gesamtmaßnahme erteilt, jedoch vorbehaltlich der Tatsache, dass ein entsprechender Parkplatz errichtet wird, was bereits geschehen ist. Die erfolgte Reduktion des Baukörpers wurde parallel als Tektur eingereicht. Das Objekt wurde in Lage und Volumen in den damaligen Bebauungsplan aufgenommen. Ebenfalls in Abstimmung mit den Behörden wurde ein Brandschutzgutachten mit Brandschutzkonzept erstellt, das im Zuge der Umplanung angepasst und als Tektur vorgelegt wurde.
Die Anfahrt für liegende Patienten erfolgt auf direktem Weg von der Landshuter Straße aus. Besucher erreichten den Besucherparkplatz bisher von Nord-Osten über die Plato-Wild- und die Runtingerstraße. Der neu geschaffene Parkplatz wird von der neu angelegten Hildegard-von-Bingen-Straße aus angefahren.
Die Bausubstanz des Bestands setzt sich aus Stahlbetonstützen mit ebensolchen Decken zusammen. Die Fassade besteht aus betonierten Brüstungen mit Kerndämmung und vorgesetzter verputzter Ziegelschale. Die Fensterelemente sind aus weißen Leichtmetallprofilen.
Das Traggerüst des Anbaus wurde wie der Bestand ein Stahlbetonskelett. Die Fassade wurde mit Leichtmetallfensterelementen ausgeführt, um eine hohe Flexibilität der Raumnutzungen und Größen zu erreichen. Fensterbänder sollen den Räumen maximale Helligkeit und Behaglichkeit verleihen. In Anlehnung an den Bestand gibt es für den Anbau Flachdächer mit teilweise extensiver Begrünung.
Mit der Generalplanung beauftragt war das Landshuter Architekturbüro P. Leinhäupl, die Projektsteuerung lag bei BPM Bau- und Projektmanagement, Eggenfelden. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme beliefen sich auf rund 33,7 Millionen Euro, wobei der Freistaat gut 27 Millionen Euro zum Aus- und Umbau beisteuerte.  (BSZ)

(Der große Hörsall und die Theke des Intensivbereichs - Fotos: Krankenhaus)

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