Bauen

Die umgebaute Jugendherberge in Oberammergau. (Foto: Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern)

06.06.2014

Farbexplosion im Innern

Umbau der Jugendherberge in Oberammergau ist abgeschlossen

Nach rund zweijähriger Planungs- und Umbauphase ist die Jugendherberge Oberammergau seit Dezember 2013 für ihre Gäste wieder vollständig geöffnet. Das Haus vor dem Hintergrund der Ammergauer Berge bietet Alpenflair bei modernster Ausstattung. Besonderes Highlight sind die farbenfrohen Zimmer des Hauses sowie die umfangreichen Programmangebote für Gruppen, Klassen und Familien.
Die Jugendherberge, am Hausberg Kofel gelegen, erstrahlt seit Dezember 2013 in neuem Glanz. Ein unverkennbares Facelift an der Fassade sowie umfangreiche Sanierungen und Neugestaltungen im Innenbereich machen den Aufenthalt in der 1948 eröffneten Jugendherberge zu etwas Besonderem.
Das sanierte Haus verfügt über 142 Betten in 30 Zimmern. „Gleich der erste Blick zeigt den Gästen deutlich, dass es sich hier um ein gemütliches, rustikales Haus mit alpinem Flair handelt“, erklärt Radim Rozehnal, der die Sanierung als verantwortlicher Projektleiter begleitet hat. Auf Basis eines Konzepts des Büros Schulze Dinter Architekten wurden gemütliche Gemeinschaftsräume und wohnlich-funktionale Gästezimmer geschaffen.

Die Lobby
als Herzstück


Die mit Holzelementen ausgestaltete Lobby ist das Herzstück der neuen Jugendherberge. In loungeartiger Atmosphäre laden übersichtliche Sitzgruppen, eine offen gestaltete Rezeption, ein Flachbildschirm für Videospiele sowie eine Indoor-Kletterwand zum Verweilen und Kennenlernen ein. Auch die funktionalen Gemeinschaftsräume wie der Speisesaal, die Disco im Keller oder der Mehrzweckraum im Erdgeschoss wurden einer Runderneuerung unterzogen. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 3,8 Millionen Euro.

Lokaltypische
Architektur


Holz ist das wiederkehrende Element, das sich durch die gesamte Gestaltung der Jugendherberge zieht und den Wohlfühlcharakter unterstreicht. „Uns war es wichtig, die traditionelle, lokaltypische Architektur mit modernen und zeitgemäßen Elementen zu verknüpfen“, sagt Rozehnal. „Rustikal alpine Bauelemente verbinden sich verspielt mit hippen Farben und zeitgemäßer Technik.“ Neue Fenster und Türen, innovative Farbkonzepte und neustrukturierte Raumgestaltung sowie nachhaltige Wärmedämmsysteme bereiten nicht nur einen angenehmen Aufenthalt, sondern demonstrieren ein zukunftsweisendes Wohnkonzept, das auf Gemeinschaft setzt.
Vor allem in den Zimmern kommt jetzt Farbe ins Spiel: Während die Flure in dezenten und linienförmigen Grautönen gehalten werden, erfährt der Gast bei Eintritt in die Schlafräume eine wahre Farbexplosion. Die bunten und einheitlichen Anstrichkonzepte in sattem Grün, himmlischem Blau oder frechem Orange geben den Zimmern ein ganz besonderes Flair. 18 der insgesamt 30 Zimmer verfügen nach dem Umbau über eigene Dusche und WC. Besonderes Highlight sind die vier Premium-Zimmer für Familien. Die geräumigen Doppelzimmer mit zwei Stockbetten sowie eigener Dusche und WC bieten von ihrem Balkon einen traumhaften Blick in die bayerische Bergwelt.

Umbau bei
laufendem Betrieb


Die ersten Planungen zum Umbau begannen im Dezember 2011, bevor im Oktober 2012 der Startschuss für den 1. Bauabschnitt fiel. Insgesamt gab es drei Bauabschnitte, die einen Umbau bei laufendem Betrieb ermöglicht haben. „Es war eine große Herausforderung für das ganze Team“, erinnert sich Rozehnal. „Wir wollten eine komplette Schließung der Jugendherberge für so einen langen Zeitraum vermeiden. Mit dem Umbau in verschiedenen Abschnitten, konnten die Gäste trotz der Bauarbeiten ihren Urlaub in der Jugendherberge machen. Seit Juli 2013 sind die ersten Gästezimmer fertig und wir haben schon zahlreiche positive Rückmeldungen bekommen“, freut sich der Projektleiter.
Neben dem Haus wurden auch die Außenanlagen einer Frischekur unterzogen: Seit dem Frühjahr 2014 laden ein Niedrigseilgarten, eine Hangrutsche, ein neuer Grillplatz sowie eine umgestaltete Terrasse zum aktiven und passiven Verweilen ein. Zusätzlich zur Unterkunft können die Gäste außerdem aus einem umfangreichen Programmangebot wählen. Insbesondere das spezielle Profil „Alpiner Studienplatz“ bietet Naturinteressierten spannende Einblicke in die alpenländische Flora und Fauna.
Im Rahmen des Umbaus wurden für Programmbausteine des alpinen Studienplatzes neue Arbeits- und Seminarräume mit Küche und Werkbänken geschaffen. Von der Jugendherberge Oberammergau sind es wenige Gehminuten in das Zentrum des 5000 Einwohner zählenden Orts, zu den Skipisten und Bergtouren. Die Ammergauer Alpen bieten eine einzigartige Kulturlandschaft, die schon König Ludwig II. mit seinen Schlössern zu schätzen wusste. (BSZ)

(Blick in die Lobby; der Speisesaal; ein Seminarraum ünd ein Zimmer - Fotos: Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern)

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