Bauen

Der Innenhof des Passauer Bezirkskrankenhauses. (Foto: Bezirk Niederbayern)

13.09.2013

Großzügige Belichtungsflächen

In Passau wurde ein neues Bezirkskrankenhaus gebaut

Der Bezirk Niederbayern hat in Passau eine neue psychiatrische Klinik errichtet. Das Haus beherbergt zwei Fachkliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik: Für Erwachsene sind drei Stationen mit je 20 Betten und eine Tagesklinik mit 20 Plätzen, für Kinder und Jugendliche eine Tagesklinik mit 18 Plätzen vorhanden. Außerdem gibt es psychiatrische Institutsambulanzen und die Schule für Kranke. Die Kliniken werden als Außenstellen des Bezirksklinikums Mainkofen (Erwachsenenpsychiatrie) beziehungsweise des Bezirkskrankenhauses Landshut (Kinder- und Jugendpsychiatrie) geführt und stehen aus medizinisch-fachlicher Sicht unter der Leitung der verantwortlichen Chefärzte dieser Bezirkseinrichtungen.
Das neue Bezirkskrankenhaus befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Klinikum Passau und zur Kinderklinik Dritter Orden, zwischen der Passauer Bischof-Altmann-Straße und der Wörthstraße an einem Südhang zum Inn und fällt um rund 1,5 Geschosse. Mit der Planung beauftragt war das Passauer Architekturbüro d+p Archichtekten.
Seit dem Jahr 2003 gibt es in Passau eine kinder- und jugendpsychiatrische Institutsambulanz und Tagesklinik mit zwölf Plätzen sowie eine Schule für Kranke. Mit dem neuen Bezirkskrankenhaus wird das medizinische Angebot erheblich erweitert und die dezentrale psychiatrische Versorgung weiter ausgebaut.
In dem neuen Bezirkskrankenhaus Passau sind in den beiden Obergeschossen drei Stationen mit je 20 Betten der stationären Erwachsenenpsychiatrie sowie die zugehörige Institutsambulanz untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich eine Tagesklinik für Erwachsene mit Ergotherapie und Institutsambulanz sowie die Klinikverwaltung. Das Hanggeschoss beherbergt eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendliche, Institutsambulanz und Ergotherapie sowie die Schule für Kranke.
Der Baukörper nutzt mit seiner Kubatur und Ausdehnung die zulässigen Vorgaben des Bebauungsplans voll aus. Die konsequente Blockrandbebauung zwischen Bischof-Altmann-Straße und Wörthstraße weist hangseitig drei Geschosse mit Hauptzugang und hangabwärts zum Inn gut vier Geschosse auf und umschließt U-förmig einen Innenhof mit etwa 20 x 20 Meter Grundfläche, der nach Süden lediglich durch eine offene Pergola seine räumliche Fassung erfährt. Dieser Innenhof liegt auf der Tiefgarage, er ist intensiv begrünt und mit Spielgeräten für die Kinder bestückt.
Der streng kubisch ausformulierte Baukörper spiegelt in seiner Fassadenschichtung die innere Funktionsgliederung wider.
Im ersten und zweiten Obergeschoss sind alle Patientenzimmer nach außen, also nach Osten oder Westen orientiert. Die vorgehängten Putzbalkone mit starrem Sonnenschutz erzeugen durch ihre plastische Gestaltung das unverwechselbare Erscheinungsbild des Neubaus.
Großzügige Belichtungsflächen für alle Patientenzimmer und Funktionsräume vermitteln Offenheit nach außen und Ausblick auf das Universitätsgelände bis hin zum Inn sowie auf die gegenüberliegende österreichische Uferseite.
Die gestalterische Grundhaltung trägt zum selbstbewussten Auftritt der Klinik in der Öffentlichkeit bei, vergleichbare Einrichtungen wurden bis vor nicht allzu langer Zeit eher abseits oder im Gefüge großer Krankenhäuser versteckt.
Die Funktionsbereiche der Stationen sind zum Innenhof orientiert, die Aufenthalts- und Speisebereiche nach Norden zur Wörthstraße.
Der Tagesklinikbereich für Erwachsene ist mit den zugehörigen Ergotherapie-Räumen großzügig ausgestattet, die Behandlung soll den Patienten eine rasche Wiedereingliederung in den Alltag mit all den damit verbundenen Routineanforderungen ermöglichen und erleichtern.
Die drei konischen Gruppenräume der Tagesklinik für Kinder und Jugendliche sind um einen Aktionsbereich angeordnet. Dadurch ist eine optimale Einsicht und Überwachung aller therapeutischen Aktivitäten gewährleistet. Von hier besteht der Zugang ins Freie zum Spielhof mit umfangreichen Geräten und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder. Ein kleines Spielhäuschen bietet eine Rückzugsmöglichkeit.
Der Synergieeffekt zur Inanspruchnahme der Angebote des Klinikums Passau sowie der Kinderklinik Dritter Orden in unmittelbarer Nachbarschaft wird durch einen Verbindungsgang unter der Bischof-Altmann-Straße zur Kinderklinik sichergestellt.
Für Patienten und Besucher gibt es Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage.
Der Neubau des Bezirkskrankenhauses Passau wurde im Winter 2010/2011 mit vorbereitenden Abbrucharbeiten in Angriff genommen, Baubeginn war im April 2011 und Fertigstellung mit anschließender Inbetriebnahme im August 2013. Die offizielle Einweihung fand am 9. September statt.
Mit dem Neubau des Bezirkskrankenhauses Passau ist ein wichtiges zusätzliches Behandlungsangebot für die gesamte Region entstanden. Das betonte der Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) beim Festakt zur Einweihung des Neubaus. Huber: „Das Bezirkskrankenhaus Passau ist ein psychiatrisches Kompetenzzentrum mit einem vielfältigen Behandlungsangebot. Die neue Klinik verkürzt die Wege zu einer qualifizierten psychiatrischen Behandlung im Raum Passau spürbar. Patienten und Mitarbeiter werden vom neuen hochmodernen Haus und seiner Leistungsvielfalt profitieren.“ > AP/FHH

(Für Erwachsene sind im neuen Bezirkskrankenhaus drei Stationen mit je 20 Betten und eine Tagesklinik mit 20 Plätzen, für Kinder und Jugendliche eine Tagesklinik mit 18 Plätzen vorhanden - Fotos: Bezirk Niederbayern)

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