Bauen

Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in Reichertshofen. (Foto: Wacker Neuson SE)

16.02.2017

Kürzere Wege und optimierte Prozesse

Wacker Neuson hat das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in Reichertshofen bezogen

Nach nur neun Monaten Bauzeit hat Wacker Neuson das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum für Baugeräte in Reichertshofen fertiggestellt. Ende Dezember 2016 begannen der Bezug des Verwaltungsgebäudes und die Inbetriebnahme der Versuchshalle.

375 Mitarbeiter beschäftigte Wacker Neuson bisher am Standort Reichertshofen. Auf dem mehr als zehn Hektar großen Areal wurden seit April 2016 neben der bestehenden Produktion ein neues, vierstöckiges Bürogebäude und eine Versuchshalle errichtet. Auf rund 3500 Quadratmetern konnten so vor allem auf Forschung und Entwicklung ausgerichtete Arbeitsplätze für bis zu 120 weitere Mitarbeiter geschaffen werden. Die moderne Versuchshalle umfasst knapp 3000 Quadratmeter und wird genutzt, um Baugeräte schon in ihrer Entwicklungsphase ausgiebig zu testen. Insgesamt hat die Wacker Neuson Group, der Unternehmensverbund hinter der Marke Wacker Neuson, rund zehn Millionen Euro in den Neubau investiert.

„Mit der Investition in Reichertshofen setzen wir ein klares Zeichen für unser Vertrauen in die Innovationskraft und das langfristige Wachstumspotenzial des Standorts. Durch den Ausbau erwarten wir zudem, neue Arbeitsplätze schaffen zu können“, sagt Cem Peksaglam, CEO der Wacker Neuson Group. „Mit dem hochmodernen Neubau haben wir eine hervorragende Grundlage für die zukünftige Entwicklung und für mehr Wettbewerbsfähigkeit geschaffen.“

Die Mitarbeiter, die bisher am Standort München in Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und Materialwirtschaft im Bereich Baugeräte beschäftigt waren, haben mit Beginn des neuen Jahres ihren Arbeitsplatz in Reichertshofen aufgenommen. „Inhaltlich haben die Kollegen in München und Reichertshofen seit jeher zusammengearbeitet“, sagt Helmut Bauer, Geschäftsführer der Wacker Neuson Produktion GmbH & Co. KG. „Die nun erfolgte räumliche Zusammenlegung aller technischen Unternehmensbereiche für Baugeräte ist ein logischer Schritt. Denn so erreichen wir kürzere Wege, verbessern Prozesse und steigern weiter unsere Produktivität.

Die Vorteile der kurzen Wege und direkten Kommunikation sind auch in die Gebäudeplanung eingeflossen. So wurde eine offene Bürogestaltung mit zahlreichen Besprechungsmöglichkeiten und Erholungszonen umgesetzt. „Die Zusammenführung stärkt uns als Einheit“, ergänzt Helmut Bauer. „Sie wird uns helfen, langfristig unseren Markterfolg zu sichern.“ Im Forschungs- und Innovationszentrum wird durch die besondere räumliche Organisation eine neue Art der Zusammenarbeit im Produkt-Entstehungs-Prozess ermöglicht. Jeder Entwickler kann nun schnell und einfach zwischen der virtuellen Bearbeitung und der realen Darstellung wechseln. Durch die räumliche Zentrierung werden jeweils die für den Entwicklungszeitpunkt relevanten Mitarbeiter zusammengeführt.

Der Neubau wurde aus modernen Fassadenelementen in fünf Grautönen und mit Sichtbeton gestaltet, wodurch ein klarer Bezug zum Baugeschäft von Wacker Neuson hergestellt wird. Technisch und energetisch ist der Neubau auf dem aktuellsten Stand. So wird das hochwirksam wärmegedämmte Gebäude mit energieeffizienten Wärmepumpen beheizt. Der größte Teil der Büros wird natürlich belüftet; gekühlt und geheizt wird über die Zimmerdecke.

Der Wacker Neuson Standort in Reichertshofen besteht seit mehr als 50 Jahren. Das Werk wurde 1964 eröffnet, um der stetig steigenden Nachfrage nach innovativen, qualitativ hochwertigen Baugeräten nachzukommen. Im Jahr 1998 wurde die Produktion von Vibrationsplatten im Zuge des starken Unternehmenswachstums und aufgrund von Kapazitätsengpässen vom alten Standort in München, an dem sich heute die Unternehmenszentrale befindet, in das Werk nach Reichertshofen verlagert. Heute werden hier sämtliche Vibrationsplatten und die Akkustampfer für die Bodenverdichtung, Innenrüttler und Umformer aus dem Bereich Betontechnik sowie Fugenschneider und Abbruchhämmer entwickelt und gefertigt. Damit folgt das Unternehmen dem Prinzip, dass Produkte verstärkt in der Region entwickelt und gefertigt werden, in der sie auch primär Absatz finden.

Der Fokus der Entwicklungsarbeit liegt auf dem Ausbau der Vorreiterrolle in der Produktsicherheit sowie im Bediener- und Umweltschutz. Alle Produkte aus Reichertshofen sind „made in Germany“ und genügen dem höchsten Qualitätsanspruch. So wurden beispielsweise die Akkustampfer aus Reichertshofen erst kürzlich mit dem EuroTest-Preis der Berufsgenossenschaft Bau ausgezeichnet, der an Lösungen vergeben wird, die in den Bereichen Arbeits- und Produktsicherheit höchste Qualitätsanforderungen erfüllen.

2008 hat Wacker Neuson in Reichertshofen ein eigenes Schulungszentrum errichtet. Hier nehmen Mitarbeiter, Vertriebspartner und Kunden aus ganz Europa und darüber hinaus an Schulungen teil. Neben produkt- und anwendungsbezogenen Schulungen durch spezialisierte Referenten stehen auch Fachthemen wie Ladungssicherung, Arbeitssicherheit und Umweltschutz, Soft Skills, Sprachen und EDV/IT auf dem Trainingsprogramm, das aus theoretischen und praktischen Einheiten besteht. Die Akademie verfügt über ein eigenes Gebäude mit mehreren Seminarräumen und einer großen Aula sowie eine 2200 Quadratmeter große Demohalle.

Die Wacker Neuson Group ist ein international tätiger Unternehmensverbund mit über 50 Tochterunternehmen und 140 eigenen Vertriebs- und Servicestationen. Als ein führender Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen bietet der Konzern seinen Kunden weltweit ein breites Produktprogramm, umfangreiche Service- und Dienstleistungsangebote sowie eine leistungsfähige Ersatzteilversorgung. Zur Wacker Neuson Group gehören die Produktmarken Wacker Neuson, Kramer und Weidemann. Das Leistungsangebot richtet sich vor allem an Kunden aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen, der Recycling- und Energiebranche sowie an Bahnbetriebe und Industrieunternehmen. Der Konzern erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von 1,38 Milliarden Euro und beschäftigt über 4700 Mitarbeiter weltweit. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 25 (2017)

Terrorabwehr: Sollen auch Kinder vom Verfassungsschutz überwacht werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 23. Juni 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Joachim Herrmann (CSU), bayerischer Innenminister

(JA)


Horst Arnold (SPD), Mitglied im Verfassungsausschusses des Landtags

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.