Bauen

Gespannt lauschen die wbg-Chefs Frank Thyroff, Ralf Schekira und Oberbürgermeister Ulrich Maly dem Grußwort von Innenminister Joachim Herrmann. (Foto: wbg)

22.06.2015

Neue Wohnformen und Wohnprojekte

Einweihung des Nürnberger Modellprojekts IQ

Das Areal Plauener-/ Leipziger- und Zwickauer Straße wurde in den letzten zwei Jahren in drei Bauabschnitten von der wbg Nürnberg GmbH neu bebaut. Im 1. Bauabschnitt entstanden 42 freifinanzierte Wohnungen mit Wohnungsgrößen von 69 bis 106 Quadratmeter. Die Investitionskosten wurden mit rund 6,8 Millionen Euro abgerechnet. Im 2. Bauabschnitt wurde das bayernweite Wohnmodell „IQ – Innerstädtische Quartiere“ der Obersten Baubehörde realisiert. Im Detail entstanden hier 21 öffentlich geförderte Wohnungen für ein weiteres Projekt für Alleinerziehende, die Gruppe „Marias“. In weiteren 29 Wohnungen zuzüglich einem Gemeinschaftsraum, teils öffentlich gefördert, teils freifinanziert, wurde ein neues Wohnprojekt des Gemeinschaftlichen Wohnens, die Gruppe „WIP`s – Wohnen in der Plauener Straße“ etabliert. Zusätzlich gibt es den ersten Stützpunkt für das Kooperationsmodell „Sigena = sichergewohnt- nachbarschaftlich“, das vom Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Nürnberg- Stadt erfolgreich betrieben wird. Insgesamt wurden rund 8,7 Millionen Euro für den 2. Bauabschnitt investiert.

Freifinanzierte Wohnungenb und eine Kinderkrippe

Im 3. Bauabschnitt entstanden 27 freifinanzierte Wohnungen für Familien sowie 17 Wohnungen für Studenten, eine Kinderkrippe mit rund 24 Plätzen und das neue KundenCenter NordOst der wbg Nürnberg. Das Investitionsvolumen für den 3. Bauabschnitt liegt bei rund 10,3 Millionen Euro. Insgesamt errichtet die wbg Nürnberg an dieser Stelle 136 neue Mietwohnungen, davon 34 mit öffentlicher Förderung, und investierte rund 25,8 Millionen Euro. Im Rahmen der Einkommensorientierten Förderung EOF erhielt die wbg Nürnberg zinsgünstige Darlehen in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro und einen Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro vom Freistaat sowie ein Darlehen in Höhe von 112 500 Euro von der Stadt Nürnberg.
Der Mietpreis liegt bei durchschnittlich 8,00 Eiro für die öffentlich geförderten Wohnungen pro Quadratmeter Wohnfläche und bei durchschnittlich 9,15 Euro für die freifinanzierten Wohnungen pro Quadratmeter Wohnfläche, zuzüglich der jeweiligen Nebenkosten. Der energetische KfW 70 - Standard der Neubauten liegt um 30 Prozent besser als die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung.

Die Häuser waren nicht mehr sanierungsfähig

Die Planungen wurden nach den Ergebnissen eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs umgesetzt, den das Architekturbüro Grabow und Hofmann aus Nürnberg damals gewonnen hatte. Die wbg Nürnberg GmbH hatte bereits vor fast zehn Jahren geplant, die damaligen Anwesen umzubauen. Bei den vorbereitenden Objektuntersuchungen wurde dann festgestellt, dass die Häuser nicht mehr sanierungsfähig sind. Begründet wurde dies mit dem schnellen Wiederaufbau nach mehreren schweren Bombentreffern im 2. Weltkrieg und der damit verbundenen zu geringen Tragfähigkeit der Fundamente. „Mit den Ersatzneubauten in diesem denkmalgeschützten Quartier ist uns ein Meilenstein in der positiven Weiterentwicklung der Wohnanlage Nordostbahnhof geglückt. Wir haben die einmalige Chance bekommen, mitten in einer unserer Kernwohnanlagen überwiegend barrierefreie Wohnungen zu errichten. Dies ermöglicht uns die Ansiedlung neuer Wohnformen und neuer Wohnprojekte, für die eine solche Ausstattung erforderlich ist. Deshalb danken wir dem Freistaat Bayern für die Möglichkeit der Teilnahme an der Modellreihe 'IQ-Innerstädtische Quartiere'. Wir danken aber auch allen Partner, dass es möglich geworden ist, zusätzliche Angebote wie SIGENA, wie eine Kinderkrippe oder auch das Seniorennetzwerk Nordost hier zu etablieren. Mit der heutigen Einweihung feiern wir den erfolgreichen Abschluss der bisher größten Veränderung hier im Quartier“, freute sich wbg-Geschäftsführer Ralf Schekira anlässlich der Einweihung, die im Beisein von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der wbg Nürnberg, Oberbürgermeister Ulrich Maly, erfolgte.
Als äußeres Zeichen des guten Gelingens und der Zufriedenheit der Bewohner mit den positiven Veränderungen in der Wohnanlage wurde auch ein Kunstprojekt von den Künstlerinnen Meide Büdel, Kerstin Polzin und Anja Schöller realisiert. Hier haben die Menschen in verschiedenen Sprachen in 13 Begriffen und durch dazugehörige Gegenstände in 13 Bodentanks zum Ausdruck gebracht, was sie mit dem Begriff „Glück“ verbinden. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 33 (2017)

Soll die elektronische Gesundheitskarte abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 18. August 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:


Wieland Dietrich,
Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V.

(JA)


Melanie Huml (CSU), bayerische Gesundheitsministerin

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.