Bauen

Der Innenhof der Informatik. (Foto: Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg)

23.12.2011

Schöner forschen und studieren

Neubau für die Fächer Mathematik und Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Die Baumaßnahme Neubau für die Fächer Mathematik und Informatik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg schließt neben dem Gebäudeneubau für die Departments Mathematik und Informatik auch eine umfangreiche Erschließungsmaßnahme ein, welche neben der Errichtung neuer und Erweiterung bestehender Parkdecks in der Cauerstraße (Parkcluster), auch den Neubau von Verkehrswegen und die Neuverlegung von Medienleitungen für Fernwärme, Stromversorgung und Beleuchtung auf dem gesamten Gelände der Technischen Fakultät beinhaltet. Die Planung lag beim Münchner Architekturbüro Fritsch und Tschaidse.
Der Neubau für die Fächer Mathematik und Informatik befindet sich südlich des Mensa-Hörsaal-Bibliotheks-Gebäude (MHB-Gebäude) und umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 18 000 Quadratmeter. Der Neubau wurde in unmittelbarem baulichem Verbund mit dem MHB-Gebäude errichtet. Hierdurch ist ein Hörsaalcluster entstanden, der neben dem Institutsbetrieb auch eine Nutzung als Kongresszentrum ermöglicht. Durch die Errichtung an diesem Standort erfolgte eine neue Adressbildung der Technischen Fakultät sowie damit verbunden eine städtebauliche Arrondierung und Neugestaltung dieses Bereichs.
Die Fächer der Mathematik waren bislang sowohl in der Innenstadt als auch im Südgelände untergebracht. Die seit Jahrzehnten bestehende räumliche Trennung und die bestehende räumliche Enge führten zu sehr schwierigen Verhältnissen in Lehre, Forschung und Organisation. Die Errichtung dieses Neubaus für die Mathematik auf dem Südgelände der Universität, in dem die beiden mathematischen Institute zusammen angesiedelt sind, war daher zwingend erforderlich. Die Informatik war im Südgelände und teilweise in Anmietungen untergebracht. Lediglich die nach Auszug der Angewandten Mathematik aus dem Hochhaus dort nicht unterzubringenden Lehrstühle der Informatik befinden sich nun im Neubau.
Der für insgesamt zwölf Lehrstühle geplante Neubau weist 8000 Quadratmeter Hauptnutzfläche sowie 72 400 Kubikmeter Bruttorauminhalt auf.
Das Gebäude besteht aus zwei strukturgleichen Institutsbaukörpern sowie einem diese verbindenden Zwischenbau, in welchem die zentralen Nutzungen Foyer, Hörsäle, Seminar- und Übungsräume untergebracht sind. Über diesen Bauteil erfolgt auch die bauliche wie funktionale Anbindung des Neubaus an den Bestand des MHB-Gebäudes.

Um einen zentralen Innenhof organisiert


Die Räume der Institutsbaukörper sind jeweils um einen zentralen Innenhof organisiert. Der Baukörper der Informatik weist drei, jener der Mathematik fünf und der des Hörsaaltraktes zwei Geschosse auf. Durch die Fünfgeschossigkeit des zur Kurt-Schuhmacher-Straße orientierten Mathematikbaukörpers sowie den im Süden vorgelagerten Eingangsbereich formuliert der Neubau eine neue Eingangssituation zum Gesamtcampus, der die Orientierung für Auswärtige deutlich verbessert.
Bedingt durch die eindeutige Zuordnung der Departments beziehungsweise der zentralen Funktionen zu den einzelnen Baukörpern, ist ein Höchstmaß an Funktionalität gegeben. Die Klarheit der Baumassengliederung wird im Inneren durch die Organisation der Grundrisse konsequent weiter geführt; beide Institutsbaukörper entsprechen sich hierbei.
Die Situierung der Bibliothek im Erdgeschoss des Baukörpers der Mathematik ermöglicht auch deren Nutzung über den gewöhnlichen Öffnungsbereich der Institute hinaus.
Im rund 1270 Quadratmeter großen Hörsaaltrakt sind drei neue Hörsäle, ein CIP-Pool und sechs Seminarräume untergebracht. Der größte Hörsaal ist mit 500 Sitzplätzen ausgestattet und stellt den größten Veranstaltungsraum in der Technischen Fakultät dar. Der mittlere Hörsaal fasst 180, der kleine Hörsaal 120 Sitzplätze.
Die genehmigten Kosten des gesamten Maßnahmenpakets belaufen sich auf 46,5 Millionen. Dabei entfallen 35,5 Millionen Euro auf den Neubau und etwa elf Millionen Euro auf die Erschließungsmaßnahme. Die Gesamtbaumaßnahme wurde im genehmigten Kosten- und Terminrahmen abgewickelt. Nach nur zwei Jahren Bauzeit konnte das Gebäude pünktlich zum Wintersemester 2011/2012 in Betrieb genommen werden. (BSZ)

(Der große Hörsaal, der Neubau aus der Vogelperspektive und der Treppenraum vor der Mathematik - Fotos: Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg)

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