Bauen

06.07.2015

Stärkung des Nachhaltigkeitsgedanken

Neuausrichtung der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau

Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) stärkt den Nachhaltigkeitsgedanken in seinen Qualitätsanforderungen an Fertighäuser. Schon seit 26 Jahren können Bauherren auf die Qualität, die die Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) bei den Mitgliedsunternehmen des BDF sicherstellt, vertrauen. Zum inzwischen 14. Mal nach 1989 hat die QDF diese Gütekriterien nun von ihren Experten aus den Bereichen Holz und Fertigbau auf den neuesten Stand der Technik hin ausrichten lassen. „Um unser Qualitätsversprechen an die Bauherren weiterhin transparent zu gestalten und noch besser an die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen anzupassen, haben wir eine inhaltliche Neuausrichtung unserer Satzung auf den Weg gebracht. Diese orientiert sich an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit“, erklärt BDF-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas.
Auf der BDF-Mitgliederversammlung am 19. Mai 2015 in Salach wurden die Reformen der QDF beschlossen. Am 1. Januar 2016 treten sie in Kraft. Auf dem Weg zu möglichst umfassender Nachhaltigkeit in der Fertigbau-Branche soll das nur der erste von mehreren Schritten sein. „Eine unserer Arbeitsgemeinschaften befasst sich bereits seit der Technikertagung 2012 in Magdeburg mit der Herausforderung, Nachhaltigkeit weiterhin zu gewährleisten und zukünftig noch eingängiger zu visualisieren“, sagt Klaas. „Gebäude leisten dann einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, wenn eine angemessene technische und funktionale Qualität mit hohem Sicherheitsniveau und Komfort für die Nutzer einhergeht und die bauliche Lösung sowohl umwelt- und gesundheitsverträglich als auch wirtschaftlich und wertstabil gestaltet werden kann. Von alledem profitieren nicht nur die Bauherren, sondern auch Gesellschaft und Umwelt“, führt Thomas Lützkendorf vom Karlsruher Institut für Technologie aus.

Eine Hausakte soll auf den Weg gebracht werden

In der QDF-Satzung fasst der BDF diesen Nachhaltigkeitsanspruch in den Kategorien „Prozessqualität“, „ökonomische Qualität“, „ökologische Qualität“, „soziokulturelle und funktionale Qualität“ und „technische Qualität“ zu einer gemeinschaftlich beschlossenen Gesamtqualität zusammen. Dieses vereinbarte Qualitätsniveau dient den BDF-Mitgliedsunternehmen auch zur Vorbereitung auf freiwillige Zertifizierungen und den Bauherren somit als entscheidendes Qualitätsmerkmal.
In Kooperation mit den Bauherren möchten die BDF-Mitglieder zudem eine Hausakte auf den Weg bringen. Sie soll die Funktion eines Dokumentationssystems übernehmen, das bei eigenverantwortlicher Pflege und Fortführung durch den Bauherren beziehungsweise den Eigentümer zu einer lebenszyklusbegleitenden Objektdokumentation und somit zu einem Qualitätsmerkmal im Sinne der Nachhaltigkeit werden kann. Wird sie von ihm nachgehalten und gepflegt, kann sie als Lebenslauf des Gebäudes vielfach nutzenstiftend sein. „Wir sehen die Hausakte als wichtige Komponente unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Sie kennzeichnet eine nachhaltige Planung und Errichtung des Fertigbaus und dokumentiert nachträglich vorgenommene Modernisierungen“, so Klaas. Generell garantieren die Fertighaus-Hersteller mit ihrer Mitgliedschaft in der BDF dessen Satzung mitsamt allen Qualitätsversprechen an den Bauherrn, wie etwa einen vorab vereinbarten Festpreis, einzuhalten. (BSZ)

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