Bauen

Das neue Lebensmitteltechnikum. (Foto: Fraunhofer IVV)

27.07.2012

Testen, was wir essen

Neues Lebensmitteltechnikum im Fraunhofer IVV in Freising

Mit Gästen aus Politik, Industrie und Wissenschaft wurde am 26. Juni 2012 das neue Lebensmitteltechnikum des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising offiziell eingeweiht. Der Neubau ist ein wichtiger Meilenstein in der seit zehn Jahren kontinuierlich betriebenen Ausweitung der Kompetenzen in der Lebensmittelforschung und -entwicklung des Instituts.
Nicht nur Spezialisten, auch die Verbraucher selbst kennen die Serie erfolgreicher Produktentwicklungen, auf die das Fraunhofer IVV zurückblicken kann: Die seit 2008 bekannte fettarme Wurst, Speiseeis auf Basis rein pflanzlicher Zutaten oder getrocknetes Hackfleisch für neue Fixprodukte sind nur einige Beispiele. Um diesen Weg erfolgreich fortzusetzen, ist neben der Fachkompetenz auch eine Ausstattung erforderlich, die den hohen Anforderungen von Industrie, Handel und Verbraucher gerecht wird.

Putz- und
Ziegeldachbauten


Das neue Fraunhofer Technikum bietet dem Institut umfangreichere Möglichkeiten, die Lebensmittelindustrie über die vollständige Wertschöpfungskette vom Labormaßstab bis hin zur Pilotproduktion zu unterstützen und Produkte bis zur Marktreife zu bringen. Es bietet die Möglichkeit, Muster für Konsumententests herzustellen und Maschinen und Verfahren unter industrierelevanten Bedingungen zu validieren.
Neben neuen schonenden Verarbeitungsverfahren wie zum Beispiel der Hochfrequenzerhitzung steht mit dem neuen Lebensmitteltechnikum nun ein breites Spektrum an klassischen Verarbeitungs- und Verpackungstechnologien auch im Pilotmaßstab zur Verfügung.
Das Technikum ist ausgestattet für Fleisch- und Wurstwaren, Back- und Teigwaren, Schokoladen und Süßwaren, Obst und Gemüse, Fette und Öle, das Abpacken mit modifizierter Atmosphäre (MAP) und das Simulieren realer Distributionsbedingungen.
Der Neubau des Fraunhofer-Instituts für Lebensmitteltechnologie und Verpackung steht im Kontext der zweigeschossigen Bestandsbauten in einer grünen Auenlandschaft Freisings. Die Gestaltung des Neubaus erfolgte als eigenständige Interpretation des Bestands mit Putz- und Ziegeldachbauten.

Hinterlüftete
sandfarbene Tonfassade


Die Anbindung an den Bestand erfolgt über ein kleines Eingangsfoyer, der zweibündige Baukörper mit dienenden Räumen und Funktionsräumen ist zweckmäßig und wirtschaftlich auf zwei Ebenen organisiert. Im Dachgeschoss sind Technik- und Büroarbeitsflächen untergebracht. Das Technikum ist als ein großer, flexibel unterteilbarer Raum konzipiert. Die primäre Tragkonstruktion ist Betonmassivbauweise, die Aussenwände wurden mit einer hinterlüfteten sandfarbenen Tonfassade geplant. Der Baumbestand sowie die bestehenden Freiflächen konnten mit wenigen ergänzenden Korrekturen weitgehend erhalten bleiben.
Mit der Planung der rund 6,9 Millionen Euro teuren Erweiterungsmaßnahme beauftragt waren Fritsch + Tschaidse Architekten, München. Bei einem Bruttorauminhalt von knapp 13 000 Kubikmetern stehen eine Bruttogrundfläche von etwas mehr als 3000 Quadratmetern und eine Hauptnutzfläche von knapp 1300 Quadratmetern zur Verfügung. (FHH)

(Die Versuchsküche und ein Blick in einen Technikraum - Fotos Fraunhofer IVV)

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