Bauen

In München relativieren sich die Preissteigerungen durch das prognostizierte Bevölkerungswachstum. (Foto: Bilderbox)

25.02.2014

Viele Anleger benötigen kaum Fremdkapital

Münchner Immobilienmarkt

Obwohl die Immobilienpreise in den deutschen Ballungszentren laut aktuellem Monatsbericht der Bundesbank um bis zu 25 Prozent überteuert sind, sieht die Bundesbank derzeit keine Anzeichen für eine Immobilienblase in Deutschland. Euro Grundinvest, ein Bauträger aus München, sieht die Lage ähnlich. Denn: Die Preissteigerungen werden bisher weniger durch kreditfinanziertes Geld ausgelöst als vielmehr durch Eigenmittel der Käufer. Besonders im Ballungszentrum München relativieren sich die Preissteigerungen zudem durch das prognostizierte Bevölkerungswachstum.
Laut Euro Grundinvest gibt es auf dem Münchner Immobilienmarkt mittelfristig kaum Rückschlagpotenzial. Selbst falls die Preise kurzfristig nachgeben sollten, wird das Bevölkerungswachstum zu einer steigenden Nachfrage nach Wohnraum und damit zu steigenden Preisen bei Miet- und Kaufobjekten führen. Jedoch scheinen selbst kurzfristige Preiskorrekturen aktuell unwahrscheinlich. Ein Großteil der jüngsten Immobilienkäufe wird laut Euro Grundinvest von Anlegern mit Eigenkapital bestritten. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: So lange sich diesen Anlegern am Markt keine grundsätzlich anderen Anlagemöglichkeiten eröffnen, werden sie an ihren Immobilieninvestitionen festhalten. Zudem hält die Spekulationssteuer besonders private Kapitalanleger davon ab, ihre Objekte in den ersten zehn Jahren nach Kauf wieder abzustoßen.

Bis 2030 rechnet München mit bis zu 3,24 Millionen Einwohnern

Doch neben dem Investitionsverhalten wirkt sich laut Euro Grundinvest vor allem die Entwicklung der Stadt München selbst positiv auf den Immobilienmarkt aus. Damit steht München nicht allein da. Viele Städte müssen laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit einer wahren Zuzugswelle rechnen. Bis 2030 werden in den 14 deutschen Städten mit mindestens einer halben Millionen Einwohnern 19 Prozent aller Bundesbürger (rund 15 Millionen) leben, heißt es in einer Anfang 2014 veröffentlichten Studie. 2013 betrug der Anteil nur 16 Prozent.
Wie die Stadt München berichtet, hat sich die Einwohnerzahl Münchens im vergangenen Jahr um knapp 20 000 erhöht. Bereits im laufenden Jahr könnte die 1,5 Millionen-Marke geknackt werden. Bis 2030 rechnet die Stadt München mit bis zu 3,24 Millionen Einwohnern. Nach Erfahrung von Euro Grundinvest wirkt der Wirtschaftsstandort München wie ein Magnet. So lange sich diese Fundamentaldaten nicht grundlegend ändern, wird die immense Nachfrage infolge des viel zu niedrigen Neubauvolumens in München zu einer Stabilisierung des Preisniveaus und neuen Preissteigerungen führen. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 33 (2017)

Soll die elektronische Gesundheitskarte abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 18. August 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:


Wieland Dietrich,
Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V.

(JA)


Melanie Huml (CSU), bayerische Gesundheitsministerin

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.