Bauen

Blick in die Halle. (Foto: ASP)

07.10.2011

Weithin sichtbar

Neubau der HUC-Coburg-Arena

Der Standort Lauterer Höhe befindet sich außerhalb der Coburger Innenstadt an der Schnittstelle wichtiger überregionaler Straßenverbindungen. Durch die exponierte, erhöhte Lage wird die „HUK-Coburg-Arena“ weithin sichtbar als architektonisches Wahrzeichen des Gebiets von allen Seiten gleichermaßen gut wahrgenommen. Allseitig von Straßen umschlossen bildet die Arena eine Insel mitten im Fluss und wird zum Orientierungspunkt in der Landschaft. Die städtebauliche Situation wird in einem gerundeten, nach allen Seiten orientierten Hallenkörper widergespiegelt. Als dynamische Sonderform grenzt sich der Bau formal von der einfachen, gewerblich geprägten Umgebung ab und zeigt seine Funktion als Arena.
Nach Osten öffnet sich das Gebäude und bildet eine einladende Eingangssituation aus. Das Eingangsplateau befindet sich leicht erhöht zur Straße, der Zuschauer- umgang im Norden und Süden sitzt erhöht auf einer begrünten Böschung. Die vom Straßenniveau abgelöste Ebene mit dem verglasten Umgang trägt die belebte Atmosphäre nach außen. Die Fernwirkung wird durch die Beleuchtung des Umgangs bei Nacht zusätzlich verstärkt.
Vielfältige Beziehungen zwischen Innen und Außen werden ermöglicht. Im vorderen Bereich nach Osten hin entstanden Parkierungsflächen für Stellplätze unter einem schattenspendenden Baumdach. Beleuchtungselemente markieren für den Besucher die Halle und ihren Haupteingang. Die Führung von den Parkplätzen zum Halleneingang ist durch die umlaufenden, ebenfalls ringförmigen Wege klar definiert. Nachts wird die Wirkung des Vorplatzes als „Zubringer“ durch die begleitende Beleuchtung verstärkt. Die erhöhte Böschung ermöglicht kurze Wege für die Entfluchtung und Entleerung der Halle. Die Zuschauer gelangen vom Hallenumgang direkt auf die Böschungskante und über Rampen und Treppen in der Böschung auf das umliegende Straßenniveau.
Das Foyer öffnet sich nach Osten mit einem großzügigen Eingangsbereich. Hier befinden sich die Tageskassen, das Büro für Akkreditierung sowie ein Kiosk, der sowohl die Besucher im Foyer versorgen kann, als auch eine Bewirtung der Freibereiche auf dem Vorplatz zulässt.
Der Betriebshof ist der Knotenpunkt der Versorgung. Die Zu- und Abfahrt erfolgt unter geschickter Ausnutzung der vorhandenen Niveauunterschiede über zwei moderate Rampen. Vom Anlieferbereich werden die Haustechnik- und Entsorgungsbereiche direkt erreicht. Die Lagerflächen und Sportlerbereiche sind über zwei Flurzonen angebunden. Nah am Ausgang befindet sich hier auch der Erste-Hilfe-Raum. Der Betriebshof bietet Rangier- und Stellflächen für Lkws, Medien und Einsatzfahrzeuge.

Aluminiumblechverkleidung


Das Tragwerk des Dachs ist in zwei Richtungen gespannt und ergibt eine räumliche Struktur aus Stahl in einem Achsraster von 7,5 Metern. Um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten sind die tragenden Stützen aus Stahlbeton unmittelbar am Ende der Tribünenränge angeordnet und begrenzen die Spannweite auf 45 Meter in Querrichtung beziehungsweise 67,5 Meter in Längsrichtung.
Die Gebäudehülle besteht aus einer im Raster von etwa 1,25 Meter polygonal geführten Aluminiumblechverkleidung und vorgehängten Sichtbetonplatten in Ebene 1. Dies unterstreicht die unverwechselbare kompakte Form der Arena. Als geschlossene Bekleidung ist sie ein wichtiger Baustein der Nachhaltigkeit. Mit vollverglasten Bandausschnitten im Bereich des Zuschauerumgangs entstehen Ein- und Ausblicke.
Die Ebene 0 ist als kompakte Fläche unter den umlaufenden Tribünen und dem Umgang konzipiert. Profisportler gelangen über den separaten Eingang vom Betriebshof mit der Vorfahrt der Teambusse zu ihren Umkleiden. Auf Ebene 1 befinden sich der Vorplatz, die Eingangsbereiche mit Kassen, der teilverglaste Hallenumgang, die Multifunktionsräume, der VIP-Raum mit Gastronomieversorgung, Kioske, WCs und Garderoben. Der Hallenumgang ist so dimensioniert, dass auch in den Spielpausen ein reibungsloser Ablauf der Besucherströme gewährleistet werden kann. Über den südlichen Umgang erschlossen, befindet sich mit einem vollkommenen Gesamtüberblick der Regie- und Medienraum. Diesem Bereich zugeordnet ist ein Technikraum.
Die umlaufenden Tribünen sind in Stahlbetonfertigteilbauweise ausgeführt. Neben 1980 Sitzplätzen und 301 VIP-Plätzen werden noch 956 Stehplätze angeboten. Die VIP-Sitzplätze sind vor dem VIP-Raum angeordnet. Stehplätze sind im oberen Randbereich der Hinter-Tor-Tribünen vorgesehen. Es sind 31 Rollstuhlfahrerplätze ausgewiesen. Der barrierefreie Zugang zur Halle und des gesamten Umgangs ermöglicht die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit auch für Rollstuhlfahrer. Als Standfläche während des Spielbetriebs ist eine Zone auf der südlichen Hallenseite ausgewiesen mit zugeordneten Sitzplätzen für die Betreuer.
Geplant wurde die HUK-Coburg-Arena vom Stuttgarter Architekturbüro asp. (BSZ

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