Bauen

Die neue Mehrzweckhalle. (Foto: Horst Babinsky)

05.11.2010

Weltpremiere für den Glas-Schwingboden

Die Privatschule Schloss Stein erhielt eine innovative Mehrzweckhalle

Qualität in der Quantität finden heißt es für Eltern auf der Suche nach der richtigen Schule für ihr Kind. Wo wird mein Kind am besten gefördert? Welche Vorteile bringt jede einzelne Schule? Besonders in der Diskussion um öffentliche Schulen und Privatschulen werden letztere wegen ihrer individuellen Förderung der Schüler, der modernen Lehrmethoden und außergewöhnlichen Projekte von mehr und mehr Eltern bevorzugt.
Individuell, modern und außergewöhnlich – das ist auch die neue Sportanlage, mit der die oberbayerische Privatschule Schloss Stein künftig dem Sportunterricht ungewöhnlichen Raum bietet. Ein gläserner Schwingboden ziert die neue zweigeschossige Turnhalle – eine Konstruktion, die für eine Mehrzweckhalle weltweit einzigartig ist. Durch eine integrierte LED-Beleuchtung können per Touchpad die unterschiedlichen Spielfeldmarkierungen für Tennis, Handball, Basketball, Volleyball und Badminton angewählt werden. Die bekannte Unübersichtlichkeit der vielen Spielfeldmarkierungen ist nun passé. Der sehr elastische und federnd gelagerte Glasboden ist zudem mit einer Fußbodenheizung unterlegt.
Mit der neuen Halle, geplant vom Bad Aiblinger Architekturbüro Petzenhammer, ermöglicht Schloss Stein seinen Schülern unter besten Voraussetzungen das vielfältige Sportangebot zu nutzen. An der staatlich anerkannten Schule werden damit aktive Freizeitgestaltung, Kommunikation und der Erwerb von Sozialkompetenzen im Sport weiterhin groß geschrieben. Mit dem Squash-Court-Spezialisten ASB aus Stein und dem Spezialglashersteller Kinon Porz hat Schloss Stein für eine kompetente Umsetzung ihres futuristischen Projektes gesorgt. Fairplay lernen die Schüler ab Herbst 2010 in der neuen Halle.
Der Neubau der Turnhalle befindet sich auf dem Gelände des Internats der Schule Schloss Stein inmitten eines Ensembles aus denkmalgeschützen Schlossgebäuden, unterhalb einer der bedeutendsten Höhlenburgen Deutschlands.
Das Gebäude sollte sich aus städtebaulichen und architektonischen Gründen dem Schloss unterordnen und den Blick zur Klause in der darüber liegenden Felswand freilassen.
Aufgrund der vorgeschriebenen Höhe einer Turnhalle (5,50 Meter lichte Hallenhöhe) wurde das abfallende Gelände genutzt und die neue Halle etwa zur Hälfte tiefer gelegt. Von hier aus ist die Mehrzweckhall bei Veranstaltungen über eine Rampe barrierefrei zugänglich.
Das Hauptgebäude hat eine Fläche von rund 38 x 17,50 Meter, bei einer Spielfeldgröße von 15 x 27 Metern. Hier kann Basketball, Volleyball, Handball, Badminton und sogar Tennis gespielt werden.
Eine Weltneuheit stellt der dafür entwickelte Glasschwingboden dar. Ähnlich wie bei einem herkömmlichen Hohlboden sind die Glasscheiben auf einer Aluminiumkonstruktion mit Kunststoffauflagern federnd gelagert. Kleine Keramikpunkte auf der Oberfläche sorgen für die Rutschfestigkeit.

165 Glasplatten


Beim Betreten der Halle ist zunächst nur eine homogene Fläche aus 165 Glasplatten sichtbar. Diese können nach Belieben farbig gestaltet werden. Erst nach Aktivieren der gewünschten Spielfeldlinie (zum Beispiel Basketball) erscheinen die LED-Linien klar und mit exakten Kannten durch den opaken Glasboden. In Zukunft soll auch das Einblenden von Werbebannern und Spielfeldständen möglich werden.
Die Mehrzweckhalle wird an der südlichen Ecke über einen großzügigen – wettergeschützten – Eingangsbereich erschlossen. Im Inneren befindet sich eine kleine Tribüne, die zum Zuschauen bei Wettkämpfen oder Aufführungen einlädt.
Über die Treppe gelangt man ins Hanggeschoss in dem sich neben dem Zugang zur Halle die Umkleidekabinen mit Waschräumen, die Lehrerumkleide sowie der Erste Hilfe- und Technikraum befinden. An der Längsseite sind die Geräteräume angeordnet.
Die Konstruktion ist in wasserdichtem Stahlbeton mit einer außen liegenden Holzschalung ausgeführt. Die großzügigen Glasflächen verleihen dem Gebäude lichtdurchflutete Innenräume und erlauben einen Blick von außen hinunter in die Sporthalle.
Die Privatschule Schloss Stein, zwischen Trostberg und Traunstein im oberbayerischen Chiemgau gelegen, ist eines der vier bayerischen Mitglieder der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime. Das Privatinternat, auf dem schon Percy Adlon und Dominik Graf waren, hat in einem von Focus durchgeführten Ranking Platz 3 belegt. Die Schule zeichnet sich durch die individuelle Betreuung ihrer Schüler, kleine Klassen und gelebten Gemeinschaftssinn aus. Neben der wirtschaftlichen Orientierung und den zahlreichen außerschulischen Aktivitäten in Musik, Literatur und Theater liegt ein wichtiger Schwerpunkt auf dem vielfältigen Sportangebot. (BSZ)

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