Bauen

Die Skatebowl-Anlage im Hirschgarten in München wurde von realgrün Landschaftsarchitekten entworfen und ist Teil der diesjährigen Architektouren. (Foto: Klaus-D. Neumann)

17.06.2011

"Werben für die Baukultur"

Architektouren in Bayern 2011: Bauminister Joachim Herrmann (CSU) spricht von der größten Architekturausstellung

Als bayerischer Bauminister liegt mir die Baukultur sehr am Herzen. Sie ist ein zentraler Baustein bei der Entwicklung der Zukunft unseres Landes, die wir gemeinsam mit den Architektinnen und Architekten gestalten möchten. Dabei ist es wichtig, Qualität im Planen und Bauen nicht nur zu erhalten, auszubauen und zu fördern, sondern auch ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Mit den Gestaltungsfragen sind wir in einem dicht besiedelten Land wie unserem ständig konfrontiert. Sie betreffen uns alle im täglichen Leben.
Wir wohnen und arbeiten in Gebäuden, wir verbringen unsere Freizeit in Gärten und Grünanlagen. Weil das so selbstverständlich ist, nehmen wir oft gar nicht mehr bewusst wahr, wie sehr Architektur unser Leben prägt. Aktuell bewegen uns zudem zentrale Zukunftsthemen wie Klimawandel, Energiewende und demografischer Wandel. Politik, Planer und Bürger müssen hier gemeinsam Handlungsstrategien und bauliche Lösungen entwickeln und umsetzen. Umso wichtiger sind Austausch und Dialog, auch an konkreten Einzelbeispielen.
Ich begrüße es, dass mit den Architektouren das Interesse der Bürger für die Baukultur geweckt wird und sich neue Perspektiven öffnen. Dieses Jahr bereits zum 16. Mal laden am 25. und 26. Juni 2011 bayernweit Architekten und Bauherrn zu Besichtigungen im Rahmen der „Architektouren“ ein. Veranstalter ist die Bayerische Architektenkammer.
Bei dieser größten „Freiluft-Architekturausstellung im Maßstab eins zu eins“ werden, wie in den Vorjahren, rund 300 Objekte in ganz Bayern gezeigt. Die Bandbreite der Objekte ist groß: Die Architektouren haben dabei nicht nur spektakuläre Projekte im Visier, sondern gerade auch kleine Bauten. Diese werden oft kaum wahrgenommen und können in vielen Fällen an anderen Tagen als den Architektouren gar nicht besichtigt werden.

Spannende Einblicke
und viele Anregungen


Die Architektouren wenden sich gezielt auch an die Öffentlichkeit und nicht nur an das Fachpublikum, eben gerade um das Interesse für aktuelle Projekte und Baukultur bei der gesamten Bevölkerung zu wecken. Das bundesweite Motto der Aktion lautet heuer „Besser wohnen mit Architekten“. Private Bauherrn erhalten bei Architektinnen und Architekten eine kompetente Beratung und Planung des eigenen Wohnhauses – zum Beispiel für die energetische Sanierung oder den barrierefreien Umbau. Viele Anregungen und Inspirationen versprechen auch die Architektouren, denn zahlreiche Hauseigentümer öffnen ihre Türen für Besichtigungen und Gespräche.
Als bayerischer Bauminister ist es mein erklärtes Ziel, mit unseren staatlichen Bauvorhaben Zeichen zu setzen. Denn in Fragen der Baukultur kommt dem Staat eine besondere Vorbildfunktion zu. Die bayerische Staatsbauverwaltung zeigt daher alljährlich in den Architektouren einige ihrer eigenen Projekte, wie dieses Jahr zum Beispiel die Gestaltung des Finanzgartens Hersbruck, die Sanierung des Staatlichen Landschulheims Marquartstein und den Neubau des Nichtoperativen Zentrums an der Uniklinik Erlangen. An anderen Projekten von privaten oder kommunalen Bauherren sind wir über staatliche Förderungen beteiligt.
Mein herzlicher Dank gilt der Bayerischen Architektenkammer sowie allen Bauherren und Architekten, die sich bei der „Tour“ engagieren. Allen Besuchern wünsche ich spannende Einblicke und viele Anregungen für eigene Projekte.

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