Bauen

Nachverdichtung darf nach Ansicht des BFW keine Tabuthema sein. (Foto: Bilderbox)

23.04.2015

Zur Nachverdichtung fehlt der Mut

Wohnungsmarkt München: Ohne mehr Angebot steigen die Preise immer weiter

„Das Sozialpolitische Forum München kümmert sich nicht um die wirtschaftliche und soziale Zukunft dieser Stadt. Anstatt die Herausforderung des Zuzugs nach München aufzunehmen und mehr sowie schnelleren Wohnbau zu fordern, kümmert es sich um Verteilung der städtischen Flächen“, so der Präsident des BFW Bayern Andreas Eisele. Der BFW Bayern sieht die drängensten Herausforderungen auf Kommunalebene in den Bereichen der Verwaltung, Vergabe, Reglementierung und bei städtebaulichen Aspekten. Zunächst aber gilt: Man muss an den Ursachen ansetzen: Die Ursache für steigende Preise ist das Angebot, das nicht mit der Nachfrage Schritt hält. Deshalb dürfen Kommunen private Bauträger nicht als steuerliche Schröpfesel sehen, sondern als Partner, die in neuen Wohnraum investieren. „Die beste, einfachste und klugste Lösung für bezahlbaren Wohnraum ist weiterhin die Schaffung von mehr Angebot. Regulierungen und Vorschriften sind ein Symbol fürs Nichthandeln: Damit will man nur Symptome lindern, die Lösung der Ursachen aber wegschieben“, erklärt Eisele im Bezug auf die Aussagen von Bernd Schreyer laut dem Artikel "Wohnen statt parken" auf www.sueddeutsche.de vom 22. April 2015.
Der BFW sieht das Thema Nachverdichtung in den Zuzugsräumen als unumgänglich an. „Wir werden nicht aufhören in Bayern über Spielräume zur Nachverdichtung in Innenräumen von Städten und Gemeinden durch Änderungen im Baugesetzbuch zu reden. Wir werden weiterhin vereinfachte, schnellere Genehmigungsverfahren sowie pragmatische Lösungen auf kommunaler Ebene verlangen“, so Eisele. In der Politik und Bevölkerung fehlt es vor allem an Mut konkrete Projekte umzusetzen. Insbesondere gilt dies auch für das Thema Infrastruktur. Das Thema Wohnen lässt sich nicht vom Thema Arbeiten trennen – genauso wenig beide Themen von der Entwicklung der Infrastruktur. Das zeigte auch die vergangene Regionale Wohnungsbaukonferenz in München, die das Thema Mobilität in den Mittelpunkt stellte.
Die Kommunen müssen aufs Gaspedal drücken, mehr Freiheit für die Bauträger schaffen, statt auf der Bremse zu stehen. „Kleinere und mittlere Einkommen, junge Familien sowie ältere Menschen können es nur leichter auf dem Wohnungsmarkt haben, wenn Bauen für die Bauträger wirtschaftlich ist“, so der Präsident des BFW Bayern. (BSZ)

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Kommentare (1)

  1. Johann am 23.04.2015
    Wie in Erding, da geht alles hops an den Mietpreisen!

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