Reisen

Fingerhakeln im Museum. (Foto: Informationszentrum im Bruckstadel)

20.06.2017

Geschichte zum Anfassen und Einsteigen

"50 Jahre BMW in Niederbayern": Sonderausstellung im Museum Dingolfing

Mit einer Reise zurück in die Vergangenheit, retour in die Gegenwart und voraus in die Zukunft, mit spannenden Perspektivenwechseln und einem Blick hinter die Kulissen eines der erfolgreichsten Automobilhersteller der Welt eröffneten Bürgermeister Josef Pellkofer, Staatssekretär Bernd Sibler und Werkleiter Andreas Wendt vor Kurzem die Sonderausstellung „50 Jahre BMW in Niederbayern“ im Museum Dingolfing. Bis 6. Januar kommenden Jahres können Besucher die Entwicklung der beiden BMW Group Werke Dingolfing und Landshut sowie deren Einfluss auf die Infrastruktur einer ganzen Region und auf die Lebensqualität der Bevölkerung hautnah erleben.

Bereits von weitem sichtbar künden weißblaue Fahnen und ein stilisierter Zunftbaum mit BMW-„Nieren“ aus fünf Jahrzehnten vor dem Haupteingang des Museums: „Gratuliere, BMW“ – Bayerns legendärster Autobauer feiert den 50. Jahrestag seiner Ansiedlung in Niederbayern! Mit der Übernahme der Hans Glas GmbH am 2. Januar 1967 läutete die BMW AG den vielzitierten Aufschwung Niederbayerns vom „Armenhaus Deutschlands“ zur Aufsteigerregion im Herzen Europas ein.

In der Sonderausstellung wird die weiß-blaue Erfolgsgeschichte nun Kapitel für Kapitel nacherzählt und an interaktiven Stationen erlebbar gemacht. Gleich zum Einstieg entführt eine Multimedia-Installation die Besucher in die 1960er Jahre – und wieder zurück in die Gegenwart des Dingolfinger BMW Group Werks, wo kürzlich der zehnmillionste am Standort gefertigte BMW vom Band rollte. Mit einer Kombination aus Bildern, Texten, Filmen und Exponaten gewährt eine zwölf Meter lange „Wand der Innovationen“ Einblick in das Leistungsspektrum des BMW Group Standorts Landshut, wo im Leichtbauzentrum seit Herbst vergangenen Jahres 160 Ingenieure an den neuesten Werkstoffen, Mischbaukonzepten und Produktionsverfahren für künftige Fahrzeuggenerationen forschen.

Während die Besucher das Thema „Leichtbau“ beim Fingerhakeln sprichwörtlich über den Tisch ziehen, vermitteln zwei futuristisch konstruierte, begehbare Quader auf dem Freigelände des Museums die Mobilität und Arbeitswelt von morgen: In spannenden Inszenierungen werden automobile Zukunftsthemen wie Autonomes Fahren, Digitale Vernetzung und Elektromobilität den Automatisierungen und Assistenzsystemen in der Produktion der Zukunft gegenübergestellt, die die Arbeitsplätze kommender Generationen noch ergonomischer und effektiver gestalten. Drei Säulen informieren über die Entwicklung der Stadt Dingolfing im Zuge der BMW-Ansiedlung vor 50 Jahren. So sind nicht nur die Einwohnerzahlen, Bau- und Gewerbegebiete gewachsen, sondern auch die Steuereinnahmen der Gemeinde, die Kaufkraft und Freizeitmöglichkeiten der Bevölkerung – und damit deren Lebensqualität.

Die Sonderausstellung präsentiert Fakten und Zukunftsaussichten auf einen der derzeit wohl spannendsten und dynamischsten Industriesektoren. Ideengeber der Schau ist die Grafenauer Kreativagentur Atelier & Friends, die bereits viele Kommunikationsmaßnahmen für das BMW Jubiläumsjahr konzipiert und realisiert hat.

Die Ausstellung ist bis 6. Januar 2018 von Dienstag - Sonntag sowie an Feiertagen von 10 - 18 Uhr bei freiem Eintritt für Besucher geöffnet. Führungen sind nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. (BSZ)

(Der stilisierte Zunftbaum mit BMW-"Nieren" aus fünf Jahrzehnten; Impressionen aus der Ausstellung - Fotos: Informationszentrum im Bruckstadel)

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Kommentare (1)

  1. Niederbayer am 30.06.2017
    Niederbayern eine Aufsteigerregion, soso! Dann möge uns der Autor dieser Aussage doch einmal erklären, woran er das festmacht. Für mich sind folgende Fragen ausschlaggebend, wenn es um die Bewertung einer Region geht: wie ist die Versorgung mit Hochleistungsmedizin, Studienplätzen in den MINT-Fächern, Autobahnanschlüssen, Kulturangeboten. Wo ist der nächste ICE-Fernbahnhof. Wie sieht die Versorgung der Kinder mit Schulen aus? Auf all diesen Gebieten schneidet Niederbayern extrem schlecht ab: es gibt weder eine Uniklinik, noch gibt es eine TU geschweige denn Forschungseinrichtungen und forschungsaffine Betriebe, die hohe Einkommen und hohe Lebensstandards versprechen. Und die Tatsache, dass unsere Grundschulkinder sich verstärkt in Kombiklassen wie im Mittelalter wiederfinden, verstärkt den Eindruck, dass Niederbayern alles andere als eine Aufsteigerregion ist. Wenn wir eine Aufsteigerregion sind, möchte ich nicht wissen, wie eine Verliererregion aussieht!

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