Reisen

Der Innenraum der Ottobeurer Basilika. (Foto: Christian Prager)

02.05.2017

Hörproben für Genießer

Bei den Ottobeurer Konzerten 2017 treffen musikalische Meisterwerke auf eine der schönsten Barockkirchen Deutschlands.

„Ich glaube an Gott, Mozart und Beethoven“, hat Richard Wagner einst geschrieben und damit das Erfolgsrezept der Ottobeurer Konzerte 2017 auf den Punkt gebracht. Denn hier tönen Meisterwerke der Kirchenmusik von Mozart, Beethoven und Händel durch eine der schönsten Barockkirchen Deutschlands. Zusätzlich zu den drei großen Basilika-Konzerten gibt es von Mai bis September zwölfmal Klassik im barocken Kaisersaal der Benediktinerabtei und zahlreiche Orgelkonzerte auf weltberühmten Instrumenten. Ein Musiksommer mit Hörproben für Genießer!

Der erste Konzertsonntag der Basilika-Konzerte am 25. Juni beginnt stimmgewaltig: Mit nur fünf Arien und drei Duetten, aber insgesamt 31 Chören erfüllt Georg Friedrich Händels Oratorium „Israel in Ägypten“ die fast 40 Meter hohe Vierungskuppel. Das Stück, das an das Wirken Gottes für sein Volk in Notzeiten erinnert, wird unter der Leitung von Hansjörg Albrecht vorgetragen vom renommierten Münchener Bach-Chor und dem Münchener Bach-Orchester – ein Ensemble, das von Paris über Moskau bis Tokyo und New York Weltruf genießt.

Am zweiten Konzertsonntag, den 16. Juli, erfüllen die Klänge Beethovens den fast 90 Meter langen Innenraum der Basilika. Beethovens neunte Sinfonie ist nicht nur weltweit eines der populärsten Werke der klassischen Musik, sie ist die Krönung seines Schaffens und musikalisches Instrument der Völkerverständigung – ein Aufbruch in eine bessere Welt. Für die passenden Gänsehautmomente beim Höhepunkt der Konzertreihe werden das Orchester Wiener Akademie und der Chorus sine nomine unter der Leitung von Martin Haselböck sorgen. Das Orchester steht international für lebendige Interpretation und Virtuosität, Haselböck erhielt für seine Arbeit bereits mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter den Prager Mozart-Preis, den Ungarischen Liszt-Preis und zuletzt das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Das dritte und letzte Basilika-Konzert am 17. September ist dem kirchenmusikalischen Werk von Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet. Die „Große Messe in c-Moll“ und die Lauretanische Litanei in D-Dur gehören zu den herausragenden Messvertonungen der europäischen Musikgeschichte. In Ottobeuren bringen die Mozart-Spezialisten des Mozarteumorchesters Salzburg und des Bachchors Salzburg das Werk unter Leitung von Leopold Hager auf die Bühne. Während der Chor zu den führenden Vokalensembles Österreichs zählt, ist das Orchester, das auf den mit Unterstützung von Mozarts Witwe Constanze und ihren beiden Söhnen gegründeten „Dommusikverein und Mozarteum“ zurückgeht, auf eigenständige und zeitgemäße Interpretationen der Mozart-Stücke spezialisiert.

Internationale Ensembles, Jugendsinfonieorchester und Nachwuchskünstler ergänzen den Musiksommer in Ottobeuren. Im Kaisersaal der Benediktinerabtei reicht der Hörgenuss – beginnend am 14. Mai bis 23. September – von Zigeunermusik über die Werke russischer Komponisten bis zu französischen Opernarien. Die Basilika ist außerdem Schauplatz der Ottobeurer Orgelkonzerte, die immer samstags in andere Sphären entführen. Ihre weltberühmten Riepp-Orgeln gelten handwerklich, konstruktiv und klanglich als eine Höchstleistung der Orgelbaukunst. (BSZ)

(Die Basilika von Ottobeuren aus der Vogelperspektive - Foto: www.luftbild-bertram.de; Ortsansicht von Ottobeuren - Foto: Reinhard Braun)

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