Kommunales

Felshumusböden kommen in den Alpen sowie in den Hochlagen der Mittelgebirge vor. (Foto: LfU)

04.12.2017

Boden des Jahres

Anlässlich des Internationalen Weltbodentags wird der "alpine Felshumusboden" gekürt

Unter der Schirmherrschaft Bayerns wurde heute anlässlich des Weltbodentags bei einer Festveranstaltung in der Bayerischen Vertretung in Berlin der „Alpine Felshumusboden“ zum Boden des Jahres 2018 ausgerufen. „Der Felshumusboden ist ein Boden der Extreme“ erläutert Claus Kumutat, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. „Er spielt eine wichtige Rolle in den sensiblen Hochlagen des Alpenraums: Der Felshumusboden hält Regenwasser zurück, mildert Erosionsprozesse und speichert das Treibhausgas Kohlendioxid.“ Da der alpine Felshumusboden sehr empfindlich auf Veränderungen des Klimas und weitere Umwelteinflüsse reagiert, verdeutlicht er in besonderer Weise unsere Verantwortung zum Schutz und Erhalt der Böden.

Felshumusböden kommen in den Alpen sowie in den Hochlagen der Mittelgebirge vor. Sie bevorzugen ein extremes Klima mit hohen Niederschlagsmengen, kurzen kühlen Vegetationszeiten und kalten Wintern. Im im Vergleich zu den meisten anderen Böden sind Felshumusböden sehr jung. Die durch Tiere zerkleinerte und verdaute sowie durch Pilze und Bakterien in Humus umgewandelte Pflanzenstreu liegt auf fast unverwittertem Fels. Dennoch fühlen sich auf diesen besonderen Böden manche Pflanzen und Pflanzengesellschaften wohl

Der Weltbodentag findet jedes Jahr am 5. Dezember statt. In Deutschland wird aus diesem Anlass seit 2005 von einem Kuratorium ein „Boden des Jahres“ ausgewählt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Kuratorium „Boden des Jahres“ sind die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft, der Bundesverband Boden, der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling sowie das Umweltbundesamt vertreten. Die Schirmherrschaft für den „Boden des Jahres“ übernimmt traditionell ein Bundesland, in dem der gewählte Boden typischerweise vorzufinden ist. (dpa)

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