Kommunales

Damit im Fall des Falles die Menschen schneller gerettet werden können, soll in Bayern die gute Kooperation von Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz weiter verbessert werden. (Foto: dpa)

22.07.2014

Enge Zusammenarbeit im Katastrophenfall weiter ausbauen

Gemeinsames Ausbildungskonzept Hochwasserschutz und Deichverteidigung wird erstellt

Die enge Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz im Hochwasserfall wird weiter ausgebaut. In diesem Ziel sind sich der Bayerns Umweltminister Marcel Huber und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) einig. Anlässlich einer gemeinsamen Hochwasserschutzübung der Landkreise Erding und Freising machte Huber deutlich: "Im Katastrophenfall steht für die Staatsregierung der Schutz von Menschen, Umwelt und Infrastruktur an oberster Stelle. Dank der sehr guten Zusammenarbeit von Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz konnten beim Juni-Hochwasser 2013 noch größere Schäden verhindert werden." Um die Zusammenarbeit in Zukunft noch effizienter zu gestalten, sollen Führungskräfte des Katastrophenschutzes in den Bereichen Hochwasserschutz und Deichverteidigung nochmals intensiv und gezielt geschult werden. "Ein entsprechendes Ausbildungskonzept Hochwasserschutz und Deichverteidigung wird derzeit von Innenministerium und Umweltministerium erarbeitet. Die Ausbildungsmaßnahme soll im nächsten Jahr starten", so Herrmann.

Die Einsatzorganisationen spielen bei Hochwasserereignissen eine wichtige Rolle für die Gefahrenabwehr. Sie warnen die Bevölkerung, bauen mobile Hochwasserschutzeinrichtungen auf und evakuieren Personen aus überschwemmten Gebieten. Alleine während des Juni-Hochwassers 2013 wurden rund 13.600 Personen evakuiert. Insgesamt waren rund 100.000 Kräfte im Einsatz. Dabei können die Katastrophenschutzbehörden und Einsatzorganisationen in Bayern neben der umfassenden Hochwassernachrichten-App bereits im Vorfeld auf flächendeckende Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten für Bayern zurückgreifen. Das ermöglicht Rückschlüsse auf das Schadenspotenzial für Menschen, Umwelt, Kulturerbe und lokale Wirtschaft.

Gleichzeitig treibt Bayern den Ausbau des Hochwasserschutzes konsequent voran. Bis zum Jahr 2020 investiert der Freistaat insgesamt 3,4 Milliarden Euro für den Schutz der Bürger. Seit 2001 wurden bereits 1,8 Milliarden Euro eingesetzt. Damit wurden rund 280 km Deiche saniert und über 300 km neu gebaut. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren über 760 km Gewässer und knapp 1900 Hektar Uferflächen renaturiert. (BSZ)

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