Kommunales

Die neu errichteten Infopavillons entlang des Mainufers weisen Wanderer und Radfahrer auf die touristischen Möglichkeiten hin. (Foto: Fuchs)

09.04.2010

Franken will seine Flüsse stärker vermarkten

Umfangreiches Bauprojekt soll bis zum Beginn der Landesgartenschau in Bamberg 2010 abgeschlossen werden

Rund 2000 Hektar Wasserflächen gibt es in und um Bamberg sowie den angrenzenden Landkreisen Forchheim, Hassberge und Lichtenfels. „Damit haben wir hier mehr Wasserfläche als im Fränkischen Seenland“, sagt Anne Schmitt, Geschäftsführerin des Vereins Flussparadies Franken mit Sitz in Bamberg. Dort hegt man derzeit große Pläne. Dazu gehört unter anderem ein Sieben-Flüsse-Wanderweg im Umfeld der Landesgartenschau 2012, der Regnitz-Wanderweg zwischen Nürnberg und Bamberg, eine „Gelbe Welle“ für Kanuwanderer und eine „Blaue Flagge“ als Zertifikat für die Badeseen der Region. Die Region besitze mit ihren Wasserflächen und Wasseradern ein „Alleinstellungsmerkmal“ in Bayern, das noch viel stärker touristisch genutzt werden soll, „nicht aber ohne den Umweltgedanken zu vernachlässigen“.
Mit den Naturparks Fränkische Schweiz, Hassberge und Steigerwald soll der Sieben-Flüsse-Wanderweg ab 2012 drei verschiedene Landschaften miteinander verbinden. Ein Konzept dafür stehe, die Finanzierung werde derzeit umgesetzt, sagte Geschäftsführerin Schmitt. Eine genaue Investitionssumme nannte sie aber nicht. Der knapp 200 Kilometer lange Weg soll die Talräume von Main und Regnitz umschließen und quert neben den beiden genannten Flüssen auch die Aurach, die Raue und die Reiche Ebrach, die Itz und die Baunach. Ziel ist es, ein kultur- und naturbegeistertes Publikum anzusprechen und es zu animieren, länger in der Region zu verweilen.
Einen touristischen und kulturellen Hintergrund hat der Regnitz-Wanderweg, den das Flussparadies Franken zum „Qualitäts-Radweg“ zwischen Nürnberg und Bamberg aufwerten will. So soll etwa die historische Schleuse 94 bei Eggolsheim im Landkreis Forchheim saniert und als historisches Denkmal erlebbar gemacht werden. Die Schleusenkammer zählt zu den seltenen Relikten des alten Ludwig-Donau-Main-Kanals. Sie ist inzwischen trockengelegt und bietet sich unter anderem zur Besichtigung für Schulklassen an.

(Stephan Herbert Fuchs)

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