Kommunales

Ob der vom 18. bis 19. September in der Fürther Gustavstraße geplante Grafflmarkt stattfinden kann, ist ungewiss. (Foto: dpa)

08.09.2015

Fürther Kneipenmeilen-Feinde geben nicht auf

Mit einer erneuten Klage vor dem Verwaltungsgericht soll die Gustavstraße dauerhaft ruhig gestellt werden

Drei Dauerkläger, von denen zwei längst  nicht mehr in der Fürther Gustavstraße, der berühmtesten Kneipenmeile in der mittelfränkischen Kommune wohnen, haben erneut Anträge beim Verwaltungsgericht Ansbach eingereicht mit dem Ziel, die Abendgastronomie als Teil des Herbstgrafflmarktes (18. und 19. September)  in seiner bisher genehmigten Form zu verhindern.
Die Stadt Fürth hat die in der ganzen Region beliebte Veranstaltung so genehmigt, wie sie es im Frühjahr 2015  gegenüber dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zugesagt hat. Nach dieser Zusage hatte auch der Kläger im Frühjahr seinen Antrag auf Verhinderung der beliebten Veranstaltung zurückgenommen.  Dabei  gab es eine Begrenzung der Bewirtungszeiten in den Innenbereichen und auf den Freischankflächen auf jeweils 24 Uhr. Warum der Kläger nunmehr trotzdem schon wieder klagt, bleibt sein Geheimnis. Dabei handelt es sich um denselben Kläger, der zuvor in einer über elfstündigen Sitzung mit Vertretern der  Stadt Fürth eine Mediationsvereinbarung erarbeitet und unterzeichnet hatte, die dann kurz darauf durch seine Ehefrau widerrufen wurde.
"Die Stadt Fürth wird alle rechtlichen Mittel einsetzen, den Grafflmarkt in seiner jetzigen Ausgestaltung als wertvolles Kulturgut und  Traditionsveranstaltung mit großer Bedeutung für die ganze Stadtgesellschaft zu bewahren", so Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD). "Seit Jahrzehnten ist der Fürther Grafflmarkt ein Ort der Begegnung, des Austausches mit Generationen übergreifendem Charakter und friedlich-fröhlicher Stimmung. Diese Tradition darf nicht der Klagewut einzelner Weniger zum Opfer fallen“, kommentiert der OB die Angriffe der Wohnungsbesitzer. (BSZ)

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Kommentare (2)

  1. Frankonia am 09.09.2015
    Vor den Redakteuren einer Zeitung, die sich Staatszeitung nennt, sollte man vielleicht in Ehrfurcht verstummen; das fällt aber schwer, wenn ein Bericht aus etlichen Halbwahrheiten besteht:
    Beispiele:
    - "berühmteste Kneipenmeile" ist eine irreführende Bezeichnung, über die Berühmtheit könnte man noch streiten, aber die Straße ist nicht reine Gastronomiezone, sie liegt eindeutig (laut Bebauungsplan) in einem Mischgebiet
    - "Abendgastronomie als Teil des Herbstgrafflmarktes" - ist nicht der Klagegegenstand, sondern das "Fest der Wirte", das sich an den Grafflmarkt (Ende: 22 Uhr ) anschließt
    - Warum der Kläger klagt, bleibt nicht sein Geheimnis - hat man bei der Bayerischen Staatszeitung niemanden, der beim Kläger oder bei Gericht nachfragen könnte?
    - die Mediatiosvereinbarung wurde nicht nur von der Ehefrau des Klägers als "nicht ausreichend" betrachtet; "widerrufen" ist übrigens eine unzutreffende Umschreibung für diese fehlende Zustimmung
    -"Angriffe" der Haus(!)besitzer sehe ich nirgends, diesen Begriff und ähnliche gebraucht nur der Fürther Oberbürgermeister, der aus den juristischen Streitigkeiten um diese Straße eine Art "Bürgerkrieg" machen will - davon könnten einige Kläger ein ganz und gar nicht lustiges Lied singen, dass auch nicht ihr "Geheimnis" ist, nach dem aber leider selten ein Reporter fragt ...

    Sehr geehrte Redaktion der Staatszeitung, informieren Sie sich bitte eingehender bei allen Beteiligten und lassen Sie Ihre Leser dann etwas wirklich Neutrales "zur Lage" erfahren. Ich danke Ihnen schon jetzt dafür, weil ich zu Ihren Gunsten davon ausgehe, dass Sie nur aus Zeitmangel o.ä. "ein wenig flüchtig" recherchiert haben und die fragwürdigen Punkte noch klären werden.
  2. Gegen Filz am 31.05.2016
    "Kneipenmeilen-Feinde" nennt man also Bürger, die Wert darauf legen, dass der Anwohnerschutz, den für diese Straße sogar ein spezieller Bebauungsplan betont, gewährt wird. Interessant!
    Noch interessanter ist der "ganz frische" Aufruf der Stadtheimatpfleger der Stadt Fürth auf ihrer Website, der Bürger "animiert", für die Änderung dieses Plans zu stimmen - was übersetzt heißt: die Heimatpfleger arbeiten gezielt gegen das Bedürfnis von Anwohnern, in diesem Viertel die Nachtruhe genießen zu dürfen. Wie nett.
    Man muss kein "Kneipenmeilen-Feind" sein, um diese Aktion der "Heimatpflege" für "vorauseilenden Gehorsam" gegenüber der Stadtspitze zu halten. Vermuten darf man vielleicht auch eine Art von "Verbundenheit", die an "Filz" erinnert.

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