Kommunales

Ein blauer Bus aus München ist derzeit im rot-weißen Busgebiet der VAG in Nürnberg unterwegs. (Foto: VAG/Alfred Rieß)

16.07.2014

Münchner Bus auf Abwegen

VAG testet viertürigen Hybrid- Gelenkbus in Nürnberg

Seit Anfang letzter Woche hat die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft
Nürnberg testweise einen viertürigen Hybridbus
vom Typ Mercedes-Benz Citaro G im Einsatz. Dieser wurde
der VAG von der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH
(MVG) für drei Wochen zur Verfügung gestellt. Die Gelenkbusse,
die die VAG im Regelbetrieb einsetzt, sind Dreitürer.

In den verbleibenden zwei Wochen wird der viertürige Bus
auf verschiedenen Linien zum Einsatz kommen. Zuerst werden
die Linien jeweils ohne Fahrgäste abgefahren, um zu
sehen, ob es an den einzelnen Haltestellen wegen der Position
der vierten Türe zu Problemen im Betrieb kommen könnte
– etwa weil die Haltestelle nicht lang genug ist oder ein
Laternenmast direkt vor der vierten Tür im Weg steht und
das Aussteigen verhindert. Sind diese ersten Testfahrten
erfolgreich abgeschlossen und Hindernisse soweit möglich
beseitigt, geht der Bus auf den freigegebenen Linien in den
Fahrgastbetrieb. Dabei wird unter anderem beobachtet, wie
die zusätzliche Tür von den Fahrgästen angenommen wird,
und zwar sowohl beim Aussteigen, als auch wenn der Fahrer
bei großem Andrang die hinteren Türen zum Einsteigen freigibt.
Außerdem soll bewertet werden, wie sich die vierte Tür
auf die Zeit beim Fahrgastwechsel auswirkt, diesen also beschleunigt,
und ob sich durch die zusätzliche Tür die Fahrgäste
gleichmäßiger im Bus verteilen.

Mit dem viertürigen Münchener Bus ist erstmals in Nürnberg
ein Gelenkbus mit Hybridantrieb im Einsatz. Die VAG hat bereits seit Anfang 2012 zwei Hybridbusse – zwei Solobusse
von MAN – und möchte das Thema Elektromobilität beim
Bus weiterverfolgen. Hier ist der Einsatz des Viertürers eine
willkommene Gelegenheit, nicht nur einen Hybridantrieb bei
dem größeren Fahrzeug zu testen, sondern auch die unterschiedlichen
Konzepte beim Hybridantrieb verschiedener
Hersteller zu vergleichen.

Der Münchner Bus kann nicht an das Nürnberger Betriebsleitsystem
angebunden werden. Daher sagt der Busfahrer
die Haltestellen direkt im Bus durch. Außerdem können deshalb
im Bus keine Fahrkarten verkauft werden. Mitfahren
können also nur Fahrgäste, die bereits einen gültigen Fahrschein
besitzen. (Stefanie Dürrbeck)

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