Kommunales

Mitunter erobern Wildtiere auch ihnen bisher eher fremde Territorien. (Foto: dpa)

09.10.2017

Wilde Tiere und Pflanzen werden immer wichtiger für innerstädtische Ökologie

Neues Kooperationsprojekt zwischen bayerischem Umweltministerium und Naturschutzverbänden im Freistaat

Der Freistaat will die Bedeutung von Tieren und Pflanzen in der Stadt stärker in den Fokus der breiten Öffentlichkeit rücken. Das bekräftigte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU). "Stadtnatur ist mehr als öffentliche Grünflächen sondern eines der großen Zukunftsthemen. Wanderfalken zwischen Hochhäusern, Grünspechte im Garten oder Fledermäuse hinter Fassaden sind in der Stadt längst keine Seltenheit mehr. Und auch für manche Pflanzen, die in freier Flur verdrängt wurden, stellen Städte Zufluchtsorte dar. Ihnen folgen häufig Schmetterlinge und Wildbienen, die Blüten im städtischen Grün als Nahrungspflanzen nutzen. Diese Beispiele zeigen: Natur in der Stadt verbessert die Lebensqualität für Menschen und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt gefährdeter Tier- und Pflanzenarten", so die Ministerin und ergänzte voller Eigenlob: "Die bisher durchgeführten Projekte haben voll überzeugt. Durch Mittel aus dem bayerischen Naturschutzfonds können wir diese wunderbaren Aktionen in den nächsten drei Jahren mit rund 750 000 Euro weiter ausbauen."

Der Spatz und die alten Bäume sollen besser geschützt werden

Mit dem Spatz als "Botschafter für die Stadtnatur" will derweil der Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) in den nächsten Jahren ein Kompetenzzentrum für Gebäudebrüter in Bayern aufbauen, das Bürgern aber auch Architekten bei der vogelfreundlichen Planung und Gestaltung von Gebäuden und deren Umfeld berät. Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) legt seinen Fokus mehr auf den Schutz und den Erhalt alter Bäume. Dazu sollen innovative Ansätze erarbeitet werden, die nicht nur die Bedeutung der Bäume für die Biodiversität, sondern auch für das Wohlbefinden der Menschen in der Stadt zum Inhalt haben. Die Stiftung Mensch und Umwelt will mit der Bayern summt!-Initiative "Wir tun was für Wildbienen & Co. in Bayern" die Stadtbevölkerung für biologische Vielfalt im besiedelten Bereich sensibilisieren und darauf aufmerksam machen, dass kleinflächig und mit einfachen Mitteln die Lebensräume der Bestäuber-Insekten verbessert werden können.  

Im Wissen um die große Bedeutung städtischer Freiflächen hat das Umweltministerium im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem LBV, dem BN und der Stiftung für Mensch und Umwelt die Aktion "Natur in der Stadt" mit konkreten Projekten gestartet. Mit der Anschubfinanzierung von 90 000 Euro konnte zum Beispiel der LBV in einigen bayerischen Städten mit dem Aufbau eines Beratungsnetzwerks für gebäudebrütende Vogelarten beginnen. Eine Ausstellung und ein best practice-Leitfaden des BN weisen auf die besondere Bedeutung von Stadtbäumen hin. Und durch die Kooperation mit der Stiftung Mensch und Umwelt wurde Bayern als erstes Bundesland Teil der Aktion "Deutschland summt!". (BSZ)

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