Kultur

Eingespieltes Team: Ein Wüstenbussard mit seinem Falkner. (Foto: dpa)

01.12.2016

Ehre für die Falkner

Falknerei in Deutschland steht jetzt auf der Repräsentativen Liste des Immateriellen Kulturerbe der Unesco

Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe hat in Addis Abeba die Falknerei in Deutschland in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Gemeinsam mit Italien, Kasachstan, Pakistan und Portugal hatte Deutschland eine Erweiterung des Eintrags der Tradition der Falknerei vorgeschlagen. Bereits im Jahr 2010 waren Belgien, Frankreich, Katar, Marokko, Mongolei, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Syrien, Tschechien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit der gemeinsamen Nominierung ihrer jeweiligen Falknerei-Traditionen erfolgreich, 2013 folgten Österreich und Ungarn.

Sensibles Abrichten

Falknerei ist die Jagd mit abgerichteten Greifvögeln auf freilebendes Wild in seinem natürlichen Lebensraum. Das Zähmen, Abrichten und Einjagen eines Beizvogels durch Falknerin oder Falkner ist ein sensibler Prozess, in dem der Greifvogel sich langsam und nur mit positiven Erfahrungen und Belohnungen an den Falkner gewöhnt.

Rechtlich sind in Deutschland nach Bundestierschutz-, Bundesnaturschutz-, Bundesjagdgesetz und entsprechenden Verordnungen Habicht, Steinadler und Wanderfalke als Beizvögel zugelassen, die, abgesehen von Ausnahmen beim Habicht, von Falknern gezüchtet werden. Die Haltung ist auf insgesamt zwei Vögel je Falkner beschränkt. Zusätzlich zur regulären Jägerprüfung muss von den Praktizierenden eine spezielle Falknerprüfung erfolgreich abgelegt werden, um den Falknerjagdschein zu erlangen. Diese doppelte Prüfungspflicht besteht weltweit nur in Deutschland.

Die bei der Falknerei verwendeten Gerätschaften haben sich in den letzten Jahrtausenden kaum verändert. Aufgrund der hohen qualitativen und speziellen Anforderungen werden sie bis heute in Handarbeit hergestellt. Seit 2014 ist die Falknerei im deutschen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eingetragen. (BSZ)

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