Kultur

Die Meistersingerhalle Nürnberg bekommt Nachbarschaft: Neben ihr soll der neue Konzertsaal der Stadt entstehen. (Foto:dpa)

14.07.2015

Neuer Konzertsaal in Nürnberg

Nürnberg will einen neuen Konzertsaal - er soll neben der Meistersingerhalle gebaut werden

Die Stadt Nürnberg hat sich entschieden: Neben der Meistersingerhalle soll ein neuer Konzertsaal gebaut werden. Zehn Jahre soll es mindestens dauern, bis der Bau steht. Die Kosten dafür sind noch völlig unklar.

Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), Kulturreferentin Julia Lehrer sowie Bau- und Wirtschaftsreferat schlagen einen Neubau neben der Meistersingerhalle vor. Der Stadtrat muss dem Vorschlag der Verwaltung Ende Juli noch zustimmen.

Der neue Saal soll etwa 1500 Plätze haben und keine Multifunktionshalle werden, wie Maly betonte. Der Schwerpunkt soll eindeutig auf Konzerten liegen. Der Saal soll zudem der Oper als Ausweichspielstätte während der dringend nötigen Sanierung dienen. Die denkmalgeschützte Meistersingerhalle soll ebenfalls saniert und zum Tagungs- und Kongresszentrum umgewandelt werden.

Die Kosten für das gesamte Projekt sind noch völlig offen. "Es wäre fahrlässig, jetzt schon irgendwelche Summen zu platzieren", sagte Maly dem Bayerischen Rundfunk.

Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte vor kurzem betont, der Freistaat werde sich an dem Projekt finanziell stark beteiligen.

Nach der ersten Zeitplanung könnte im Herbst 2016 der Architektenwettbewerb erfolgen. Die Stadt veranschlagt für das gesamte Projekt "mindestens zehn Jahre".

Als Standort für den neuen Konzertsaal habe man sich letztlich für den großen Parkplatz neben der Meistersingerhalle entschieden, weil die Halle als Veranstaltungsort gut eingeführt sei, sagte der Kultur-Sprecher der Stadt. Es sei die wirtschaftlichste Lösung, auch weil der Stadt das Grundstück bereits gehört. Zudem sei die Verkehrsanbindung gut. Als Ersatz für den großen Parkplatz wird dann der Bau einer Tiefgarage oder eines Parkhauses geprüft.

Die Stadt hat jahrelang mit dem Projekt Konzertsaal gerungen. Da die Akustik in der rund 50 Jahre alten Meistersingerhalle seit jeher als unbefriedigend galt, fehlt in Nürnberg eine Spielstätte, die auch für bekannte internationale Orchester attraktiv ist. Zudem braucht die Oper eine Ausweichspielstätte für die Zeit der Sanierung. Das Dach des Gebäudes aus dem Jahr 1905 ist marode, in den Wänden sind Risse, in den Mauern Löcher. Zudem ist die Bühnentechnik völlig veraltet. (dpa)

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Kommentare (1)

  1. ludwig van beethoven am 29.01.2016
    zehn jahre bauzeit. wir duerfen gespannt sein, wer dann noch zu den nuernberger symphonikern geht. das derzeitige durchschnittsalter der konzertbesucher ist ca. 60. man darf vermuten, dass im schulunterricht nicht viel fuer die entwicklung der liebe zur klassischen musik getan wird. vielleicht sollte man hier mal ansetzen, statt sinnlos geld fuer protzige neubauten zum fenster rauszuwerfen. man befindet sich ja mit einem weiteren protzbau in bester umgebung auf dem ehemaligen reichsparteitags-gelaende. es gibt ja noch einige objekte in unmittelbarer umgebung zu besichtigen. warum immer dieser wahnsinnige groessenwahn in deutschland ? ich verstehe ueberhaupt nicht, was an der meistersingerhalle schlecht sein soll. es ist ein wunderbares gebaeude aus den 60-er jahren, ein stil, der heute wieder sehr chic ist. warum nicht gute werte weiter nutzen ?

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