Landtag

Im Shuttle-Zug der Ilztal-Bahn durch die schöne Donau-Wald-Region. (Foto: Förderverein Ilztalbahn)

18.11.2011

Der Zug ist in Bewegung

Bürgerkulturpreis: "Selbst ist die Region – Bürger bauen Zukunft" – diesmal erstmals Anerkennungs- und Sonderpreise

Ob Betriebsausflug, Hochzeit oder Geburtstag: Derlei kann in der Ilztalbahn auf der Fahrt zwischen Passau und Freyung gefeiert werden, wenn man eine Sonderfahrt bucht. Bewohner dieser Region haben nämlich die einst stillgelegte Strecke entlang der Ilz ehrenamtlich saniert und somit wiederbelebt: Die Landeseisenbahnaufsicht gab sie im Juli dieses Jahres für den Verkehr frei. 28 000 Fahrgäste haben während der ersten Saison von Juli bis Oktober die beeindruckende, weil ursprüngliche Donau-Wald-Region bereist. „Zu einem Großteil kamen sie aus Niederbayern beziehungsweise aus ganz Bayern“, erläutert Hermann Schoyerer von der Ilztalbahn. Aber auch viele Reisende aus Tschechien habe man begrüßen können.
Selbstredend beflügelt diese Maßnahme den regionalen Tourismus. Und weil dem so ist, wird Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) dem Förderverein Ilztalbahn am 5. Dezember 10 000 Euro überreichen. Mit dieser Summe ist der erste Platz im Rahmen des Bürgerkulturpreises des Landtags dotiert. Die Initiative aus dem Bayerischen Wald hat sich gegen 120 weitere Aspiranten durchgesetzt. „So viele Bewerbungen hatten wir noch nie“, heißt es aus dem Landtag. Und auch so viele Preise hat es bislang nicht gegeben: In den Jahren zuvor hat man bis zu fünf Initiativen ausgezeichnet. Heuer kommen vier Sonderpreise – in Höhe von jeweils 500 Euro – sowie ein Anerkennungspreis in gleicher Höhe hinzu. Ein Preis-Überblick:

Förderverein Ilztalbahn: Nicht nur körperlich war die Wiederbelebung der Zugstrecke Passau- Freyung anstrengend. Die rund 700 Mitglieder des Zusammenschlusses sind auch bei einigen Mitbürgern auf Widerstand gestoßen. So gab und gibt es Bedenken wegen der Sicherheit: Weil die Gleisanlage stillgelegt war, werde sie von unwissenden Joggern und Spaziergängern als Gehweg genutzt. Deshalb bestehe die Gefahr von Unfällen. Die Anhänger bilden indes die Mehrheit: „So lange ist kein Zug mehr gekommen“, stand auf einem der Transparente, die Anwohner zur Jungfernfahrt entrollten.
Kuno-Stiftung Regensburg: Kuno ist mehr als ein Männername; die Abkürzung steht für Kinder-Uniklinik-Ostbayern, die mit Hilfe der gleichnamigen Stiftung in Regensburg entstanden ist. Nach dem Motto „Wir packen’s an“ wurden das Mutter-Kind-Zentrum und das Kuno-Kinder-Notfallzentrum eingerichtet. Dafür, dass man den kleinen Patienten nicht nur medizinische Höchstleistung, sondern auch ein familiengerechtes Umfeld bietet, gibt es den zweiten Preis mit 8000 Euro.
Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO): Zum einen will man Energie sparen, zum anderen will man sie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Um beides zu erreichen, beschäftigt sich die Wolfratshausener Initiative mit mehreren Projekten: Solarenergie, Geothermie und Car-Sharing werden angeboten. Der Geldpreis in Höhe von 5000 Euro ist auch ein Symbol dafür, weiterzumachen.
Die übrigen Preise: Den vierten mit jeweils 2500 Euro dotierten Platz teilen sich das Allgäuer Zentrum für regionale Eigenversorgung Kempodium und Manomama in Augsburg, wo ökologisch-soziale Textilien hergestellt werden. Vier Sonderpreise à 500 Euro gehen an die Dorfläden in Jedesheim, Thanndorf, Rossbach, Nordhalben und Daiting. Den Anerkennungspreis in Höhe von ebenfalls 500 Euro bekommt das Künstlerpaar Hanna Regina Uber und Robert Diem. Unter ihrer Ägide haben über 1000 Bürger an einer Skulptur in Amberg mitgewirkt – mit der beziehungsreichen Form einer Kugel.  (Alexandra Kournioti)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 33 (2017)

Soll die elektronische Gesundheitskarte abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 18. August 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:


Wieland Dietrich,
Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V.

(JA)


Melanie Huml (CSU), bayerische Gesundheitsministerin

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
BR Player
Bayerischer Landtag
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.