Landtag

Viele Kinder können nicht richtig schwimmen (Foto: dpa)

03.07.2014

Gefährliches Planschen

Freie Wähler fordern mehr Sport und Bewegung in der Grundschule. Erschreckend: Ein Drittel der Kinder kann schecht oder gar nicht schwimmen

Die Zahlen sind alarmierend: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Ertrunkenen dramatisch angestiegen, 90 Verunglückte zählte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern. Ein Grund dafür ist, dass viele Menschen nicht schwimmen können. Einer von der DLRG in Auftrag gegebenen Studie zufolge kann allein ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland gar nicht oder nur schlecht schwimmen. Genau hier muss nach Ansicht der Freie-Wähler-Landtagsfraktion dringend angesetzt werden, wie Günther Felbinger, sportpolitischer Fraktionssprecher, verdeutlicht: „Schwimmen ist eine entscheidende Lebenskompetenz für alle Kinder, die unbedingt schon in der Grundschule erworben werden muss.“

Schwimmunterricht in Schulen verbessern

Doch genau da liegt das Problem: Viele Grundschulen tun sich schwer, einen angemessenen Schwimmunterricht durchzuführen, weil die Rahmenbedingungen dafür nicht stimmen. Die Freien Wähler fordern deshalb sowohl kleinere Gruppen für den Schwimmunterricht als auch ein Sonderinvestitionsprogramm für den Erhalt kommunaler Schulschwimmbäder.
Darüber hinaus wollen die Freien Wähler, dass Sport und Bewegung in der Grundschule einen höheren Stellenwert als bisher erhalten und die dritte Sportstunde für die erste Jahrgangsstufe wieder verbindlich im neuen Lehrplan verankert wird. „Die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Lehrkräften ist die Voraussetzung für das Gelingen von Lehr- und Lernprozessen in der Schule. Präventiv gesundheitlichen Schäden vorzubeugen ist langfristig deutlich günstiger als später auftretende Kosten bei Krankheiten“, sagt Felbinger. Umso unverständlicher sei es, dass die CSU heute im Bildungsausschuss ihre Ablehnung im Wesentlichen mit Verweis auf die Haushaltssituation und notwendige zusätzliche Lehrerstellen begründet hat. (BSZ)

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