Leben in Bayern

Umgestürzte Bäume auf der Straße sieht man heute vielerorten. Von Nordrhein-Westfalen bis Bayern müssen die Menschen wegen Sturmtief "Burglind" mit orkanartigen Böen rechnen. (Foto: Oliver Berg/dpa)

03.01.2018

Zoos in Bayern und Zugspitze schließen wegen Unwetter

Tief "Burglind" wirbelt das Ferienprogramm durcheinander - und nicht nur das

Ausgerechnet in den Ferien haben mehrere Zoos in Bayern am Mittwoch geschlossen - wegen Tief "Burglind". "Zur Sicherheit von Besuchern, Tieren und Mitarbeitern haben wir entschieden, den Tierpark heute nicht zu öffnen", teilte der Direktor des Münchner Tierparks Hellabrunn mit. "Bei orkanartigen Böen besteht beim alten Baumbestand Hellabrunns eine starke Gefahr vor herunterfallenden Baumteilen. Gefährliche Tiere wie Großkatzen und Bären bleiben in ihren Ställen." Auch der Augsburger Zoo und der Nürnberger Tiergarten teilten mit, dass sie aufgrund der aktuellen Wetterwarnung geschlossen blieben.

Mit orkanartigen Böen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde ist Sturmtief "Burglind" auf den Westen Deutschlands getroffen. Umgestürzte Bäume und heftiger Regen behinderten am Mittwochmorgen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz massiv den Berufsverkehr. Straßen waren blockiert und der Regionalverkehr der Bahn gestört. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Die Polizei appellierte an Autofahrer, besonders vorsichtig zu fahren.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor umherfliegenden Gegenständen und umstürzenden Bäumen. "Die Böden sind durch den Regen der vergangenen Tage durchnässt, Bäume kippen leichter um", sagte der DWD-Meteorologe Robert Hausen. Vor allem in Wäldern solle man sich am Mittwoch lieber nicht aufhalten.

Im Alpenvorland wird ganztätgig vor Orkanböen gewarnt

Am Vormittag zog die Kaltfront in Richtung südliches Hessen, Baden-Württemberg und Bayern weiter. Die Unwettergefahr nehme im Laufe des Vormittags vom Westen aus ab, so der Meteorologe. Ganztägig wird im Alpenvorland in Höhenlagen ab 1500 Metern vor Orkanböen gewarnt. In Hochlagen im Harz und auf dem Fichtelberg im Erzgebirge gilt das bis Donnerstagmorgen.

Die Betreiber der Zugspitzbahn teilten mit, dass die Zahnradbahn ausschließlich zwischen den Zugspitzbahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Eibsee verkehren sollte - auf Deutschlands höchsten Berggipfel geht es aber nicht. Auch das Skigebiet Garmisch-Classic bleibe geschlossen. Andernorts könnten ebenfalls Liftanlagen wegen des drohenden Sturms den Betrieb einstellen, hieß es in einer Mitteilung weiter.

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen warnte ebenfalls vor den Auwirkungen des Sturms und bat alle Bürger, Schlossparks in Bayern und den Englischen Garten in München nicht zu betreten, da durch umstürzende Bäume Lebensgefahr bestehe.

Knapp 50 Einsätze bereits in Unterfranken

In Unterfranken hat "Burglind" für knapp 50 Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. In den Morgenstunden seien bei der Einsatzzentrale nahezu im Minutentakt Notrufe eingegangen, berichtete ein Polizeisprecher. Auf der Autobahn 3 war auf Höhe der Anschlussstelle Bessenbach/Waldaschaff ein entwurzelter Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Ein Lkw-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit seinem mit 15 Tonnen Metallrohren beladenen Sattelzug gegen das Geäst. Der Fahrer blieb unverletzt.

Im Landkreis Main-Spessart war die Staatsstraße 2435 zwischen Steinbach und Wiesenfeld wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt. In der Rhön wurden in mehreren Orten aufgrund der großen Niederschlagsmengen Straßen und Gehwege überschwemmt. Im Stadtgebiet Aschaffenburg stürzten mehrere Bäume um. (dpa, BSZ)

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