Politik

Polizisten beobachten auf einem abgesperrten Parkplatz in Garmisch-Partenkirchen Teilnehmer des Protestcamps gegen den G7 Gipfel, die eine mobile Küche aus einem Leihwagen ausladen. (Foto: dpa)

02.06.2015

Autonome und Linksextremisten machen mobil

Bei den Demonstrationen gegen den G7-Gipfel zeichnet sich eine Zweiteilung ab: Der bürgerlich-friedliche Protest hat einen Schwerpunkt in München. Radikale Gruppen wollen in Garmisch den Gipfel stören

Autonome und Linksextremisten wollen den G7-Gipfel auf Schloss Elmau blockieren. Auf den Webseiten mehrerer Gruppen finden sich entsprechende Hinweise. "Der Mobilisierungsgrad nimmt eindeutig zu", sagte am Dienstag der Sprecher des G7-Planungsstabs der bayerischen Polizei, Hans-Peter Kammerer.
"Unser Ziel ist es, den G7-Gipfel und seine Vorbereitungen effektiv mit Massenblockaden zu stören", heißt es bei "3a * Revolutionäres Bündnis". "G7-Gipfel 2015 stürmen", ruft die Gruppe "Perspektive Kommunismus" ihre Mitglieder auf. "Wir werden ihren Gipfel massenhaft einkesseln, umstellen und blockieren", ist bei antifa.de zu lesen. Auf der Seite "g7-mobi.org" sind Videos gewaltbereiter Gruppen veröffentlicht, auf denen die Frankfurter EZB-Krawalle als Vorbild für die geplanten G7-Proteste dargestellt sind.  

Wir die Polizei Krawalle verhindern können?

Im Blick haben die Sicherheitsbehörden auch die Anreise gewaltbereiter autonomer Gruppen aus dem Ausland, insbesondere Italien. Die Sicherheitsbehörden sind in Kontakt mit ihren österreichischen und italienischen Kollegen. "Es gibt einen intensiven internationalen Austausch", sagte ein Sprecher des Innenministeriums.  
Der "Aktionszeitraum" für die Blockaden soll von Samstag bis Sonntagmittag dauern. Bei einem endgültigen Verbot des geplanten Zeltlagers in Garmisch-Partenkirchen wollen zumindest manche Gruppen wild zelten - auch wenn das übergeordnete Protestbündnis "Stop G7 Elmau" das ablehnt.  
Am Sonntag und Montag (7./8. Juni) treffen sich auf Schloss Elmau die Staats- und Regierungschefs von sieben führenden westlichen Industrienationen. Die Polizei ist zuversichtlich, Krawalle von Gegnern verhindern zu können. Eine entscheidende Rolle dabei spielt die Kontrolle der Anfahrtswege. Viele Demonstrantengruppen wollen Busreisen organisieren. "Bei der Anfahrt wird es Kontrollen geben", sagte Polizeisprecher Kammerer. (dpa)

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