Politik

Als Geschenk anlässlich des 100. Geburtstages von Franz Josef Strauß überreichte Markus Söder das bekannte Foto von Mao Zedong und Franz Josef Strauß für eine Fotoausstellung über den FJS-Flughafen in Peking. (Foto: dpa)

30.03.2015

Bayerischer Löwe trifft chinesischen Drachen

Söder im Fernen Osten. 40 Jahre nach der China-Reise von Franz Josef Strauß unterzeichnet der Finanzminister eine Kooperation mit dem Flughafen Peking

Markus Söder, Aufsichtsratsvorsitzender des Franz Josef Strauß Flughafens, unterzeichnete in Peking  ein Abkommen zum Ausbau des Sister Airport Agreements mit dem Bejing Capital International Airport, dem zweitgrößten Flughafen der Welt. "Der bayerische Löwe trifft den chinesischen Drachen. China ist der strategische Zukunftsmarkt im Fernen Osten", sagte Söder. "Für Bayern wird er vom Franz Josef Strauß Flughafen aus erschlossen. Die Kooperation mit dem Flughafen Peking verbessert die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Wir wollen jetzt die Zusammenarbeit der Flughäfen weiter ausbauen und über mehr Flugverbindungen noch näher an China heranrücken."Als Geschenk anlässlich des 100. Geburtstages von Franz Josef Strauß überreichte Söder das bekannte Foto von Mao Zedong und Franz Josef Strauß für eine Fotoausstellung über den FJS-Flughafen in Peking.

"Go East - das ist das Motto des bayerischen Mittelstands"

Das Abkommen soll die Zusammenarbeit zwischen den Flughäfen stärken. Dazu gehört zum Beispiel eine Intensivierung des Flugverkehrs und gemeinsames Marketing. Außerdem dient das Abkommen als Grundlage für einen Export bayerischer Innovationen am Flughafen München nach Peking. So hat der Franz Josef Strauß Flughafen ein System von 80 InfoGates zur Verbesserung des Kundenservices entwickelt. An diesem System, mit dem Besucher über eine Live-Schalte an einem Info-Desk in mehreren Sprachen zahlreiche Informationen unter anderem zu Flugplänen, Zugverbindungen, Hotels und Touristenattraktionen erhalten, hat der Flughafen Peking bereits Interesse signalisiert. 
Söder ist am Wochenende nach China aufgebrochen. Auf dem Programm steht außerdem ein Gespräch mit Vertretern der Peoples Bank of China, der chinesischen Zentralbank. "Der Euro soll für die chinesischen Zentralbank eine echte Alternative zum Dollar bei der Anlagepolitik werden", sagte Söder. "Das stärkt den Euro und liegt daher unmittelbar in deutschem und bayerischem Interesse." China besitzt mit die größten Devisenreserven der Welt in Höhe von knapp vier Billionen US-Dollar. Die chinesische Zentralbank hat wie die EZB als primäres Ziel die Geldwertstabilität, ihre weiteren Aufgaben sind die Finanzmarktregulierung, die Wahrung der Finanzmarktstabilität und die Wechselkurspolitik.
In der Nähe von Shanghai wird in der stark wachsenden Stadt Taicang die Gründung eines neuen Standortes des German Centre Shanghai, einer Tochter der Bayerischen Landesbank, vorbereitet.  Söder als Vertreter des Haupteigentümers Freistaat Bayern unterzeichnet einen Kaufvertrag über ein bayerisches Mittelstandszentrum. "Go East – das ist das Motto des bayerischen Mittelstandes", so Söder. China war 2014 sowohl bei der Einfuhr wie auch der Ausfuhr zweitwichtigster Handelspartner Bayerns. Hier sind mehr als 200 deutsche Unternehmen aktiv, davon die meisten aus den wirtschaftlich starken Bundesländern wie Bayern. Die bayerischen Ausfuhren nach China steigen seit Jahren. Entscheidend für ein erfolgreiches China-Geschäft seien Erfahrungen und Infos aus erster Hand.
Dritte Station wird ein Besuch beim Internetkonzern Alibaba in Hangzhou sein. "Wir wollen uns vor Ort informieren, ob wir uns gewisse Ideen abschauen können, wie wir das in Bayern machen", sagte Söder. "Die haben ganz interessante Modelle für epayment. Da geht's um Vertriebsformen, Abrechnungsmodalitäten, um Accounts und um Datensicherheit." (BSZ)

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