Politik

Vom Generalsekretär zum Parteichef: Daniel Föst. (Foto: dpa)

13.11.2017

Bayern-FDP hat neuen Landeschef

Stühlerücken an der Spitze der Bayern-FDP: Daniel Föst wird beim Amberger Parteitag zum neuen Landeschef gewählt. Er schwört seine Parteikollegen nach dem Bundeserfolg der FDP auf die Landestagswahl 2018 ein

Die Spitze der Bayern-FDP stellt sich neu auf. Beim Parteitag in Amberg ist Daniel Föst zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden. Damit folgt er auf Albert Duin, der sich künftig auf seine Wunschrolle als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2018 konzentrieren will. Föst war bisher Generalsekretär der bayerischen Liberalen. Zu seinem Nachfolger wurde Norbert Hoffmann aus Landshut gewählt.

In seiner Rede mahnte Föst die rund 400 Delegierten, sich nicht auf dem jüngsten Wahlerfolg der FDP auszuruhen. Bei der Bundestagswahl war die Partei in Bayern auf 10,2 Prozent gekommen. "Wer sich zurücklehnt, entflammt ein Strohfeuer", sagte der 41-Jährige. Nun gelte es, die Bayern-FDP bei der Landtagswahl 2018 zur festen Kraft im Freistaat zu machen. Bei der letzten Wahl 2013 war die Partei nach fünf Jahren Parlamentspräsenz mit 3,3 Prozent aus dem Landtag geflogen.

Vorgänger Duin: Über mögliche Spitzenkandidatur wird im Februar entschieden

Mit Blick auf die Jamaika-Sondierungsgespräche warnte Föst vor einem Profilverlust seiner Partei. Die FDP habe zwar keine Angst vor der Regierungsverantwortung, übernehme sie aber nicht um jeden Preis. Wenn die Partei ihre Ziele nicht umsetzen könne, "dann gehen wir in die Opposition", erklärte Föst. "Und wenn es keine Regierung gibt, dann gibt es eben Neuwahlen - davor haben wir auch keine Angst."

Sein Vorgänger Duin war nach Medienberichten parteiintern wegen seines Kommunikationsstils in die Kritik geraten. Föst kündigte an, die Partei zu modernisieren und die Basis stärker in Entscheidungen einbinden zu wollen. Über eine mögliche Spitzenkandidatur Duins soll auf einem weiteren Parteitag im Frühjahr 2018 entschieden werden.
(dpa)

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